Dienstag, 3. Juli 2018

Junistickrahmen zum Thema Ursprung

... in jedem neuen Anfang wohnt ein Zauber
oder 
nie mehr auf der Suche nach dem Mutterpass ;-)


Bei unserem Junistickrahmenthema Ursprung habe ich eigentlich sofort an den Beginn des Lebens gedacht. Zwar kamen mir noch Gedanken in Richtung Schöpfungsgeschichte, Hochzeit und Beginn meines bzw. unseres Stickrahmenprojektes in den Sinn, aber für mich hat sich mein Leben mit den Kindern so geändert, dass ich mich für den Ursprung bzw. den Zauber des Lebens entschieden habe. 
Mit der Umsetzung habe ich es eigentlich sehr leicht gehabt. Und doch erscheint dieser Beitrag verspätet. Weil ich euch gerne meine Gedanken und Ideen zur Entstehungsgeschichte meiner Stickrahmen erzählen möchte, musstet ihr euch leider ein wenig gedulden. Bestimmt habt ihr auf Instagram schon entdeckt, dass wir in der letzten Woche sehr mit einem großen Zirkusprojekt der Schule, das sehr viel Elterneinsatz benötigte, beschäftigt waren. Auch haben meine Kinder unglaublich viele Proben, Auftritte, Feste und Feiern sowie Berufsorientierungstage, dass mich das sogenannte "Mama-Taxi" sehr beansprucht. Diese Zeitnot ist und wird wohl immer so vor den Sommerferien bleiben. Umso mehr freue ich mich heute Abend in Ruhe meinen Bericht zu verfassen.

Im Netz habe ich schon sehr viele Stickrahmen entdeckt und bewundert, in denen das Ultraschallbild eines Kindes nachgestickt wurde. Das hat mich sehr fasziniert. Doch auf der Suche nach den Bildern meiner Kinder, habe ich festgestellt, dass a) viele Ultraschallbilder meiner Zwillinge unauffindbar waren und b) so ein Stickbild ganz schön schwierig ist ;-). Zum Glück hatte ich meinen Eltern und Schwiegereltern einen lebenslangen Babysittergutschein entworfen, sodass ich noch ein ganz besonderes Bild meiner Zwillinge eingescannt hatte und für die Umsetzung meines Rahmens nutzen konnte.
Auf die Idee eine Transferpaste (das Universal-Transferset habe ich vor längerer Zeit in einem bekannten Discounter erworben) zu nehmen, um das Foto direkt auf einen Stoff zu übertragen, hat mich meine Freundin gebracht. Dieses fotografische Druckverfahren habe ich zum ersten Mal ausprobiert. Nachdem ich mit einem Laserdrucker das Bild spiegelverkehrt ausgedruckt hatte, wurde es auf den mit der Paste bemalten Stoff aufgelegt, von der Rückseite glatt gestrichen und 24 Stunden zum Trocknen gelegt. Am nächsten Tag konnte ich das Papier langsam Schicht für Schicht abrubbeln. Dabei habe ich das Abtragen des Papiers mehrere Male wiederholen müssen. Im Großen und Ganzen hat das ganz gut geklappt, lediglich an einigen Stellen hat sich der Untergrund etwas gelöst, sodass der weiße Stoff durchschimmert. Außerdem sollte man den bedruckten Teil nicht mehr knicken, oder mehrmals in den Stickrahmen pressen, weil die Farbe an den Knickstellen leider schnell abblättert. 
Das Leben mit Kindern stellt ja alles auf den Kopf, ein ursprünglich ruhiges Leben wird turbulent, laut, kräftezehrend, emotional und kunterbunt. Als ich schwanger war und meine Ärztin bei der Untersuchung so lange gebraucht hat, um etwas zu sagen, war ich irritiert. Dann ihr Satz: "Sie sind schwanger, aber schauen sie hier, es sind zwei Fruchthöhlen." Das hat mich überrascht, ich war sprachlos und verwirrt. Damit habe ich so gar nicht gerechnet. Sogleich sprach die Ärztin weiter, dass man nur einen Herzschlag sehen könnte und ich erst einmal abwarten müsse. So lagen zwei aufregende Wochen vor mir. Schnell gehörten die Zwillinge zu uns und ich hoffte sehr, dass dieser Wunsch Wirklichkeit werden könnte. 


Wie ihr seht, sind auf dem Ultraschallbild im Stickrahmen zwei Köpfe sichtbar und mein Traum ging in Erfüllung ;-). Unsere Zwillinge Sam und Tim wurden 2004 geboren. Sie haben unser Leben ganz schön umgekrempelt ;-)). Und als im Jahre 2010 noch unsere Mina das Licht der Welt erblickte (ihre Ultraschallbilder befanden sich noch alle in meinem Mutterpass), war und ist unsere Familie nun komplett.  


Ihre Ultraschallbilder können nicht mehr verloren gehen. Man kann sie wie ein Leporello aus der hinteren Tasche des Stickrahmens ziehen. Als hintere Wand habe ich natürlich wieder eine alte Kinderjeans meiner Zwillinge verwendet. Ein weiteres Mal habe ich die Naht sichtbar stehen gelassen und sie als passende Abgrenzung/Knickstelle für den Ultraschallbildstoff benutzt.

Ach, zum Schluss möchte ich noch klarstellen, dass ich nicht schwanger bin ;-))). Nicht, dass ihr durch die Bilder falsche Rückschlüsse zieht ;-). Den Mutterpass sollte man ja trotzdem immer gut aufbewahren und ich werde ihn zukünftig bestimmt nicht mehr verlegen, denn so ein besonderer Aufbewahrungsort hat bestimmt nicht jeder.


Zauberhafte Ursprunggrüße sendet Euch
Zwillingsmama und Dreifachmama

Karin

verlinkt mit dem Stickrahmenjahresprojekt von Mareike und mir.
Übrigens hat Mareike einen ganz wunderbaren Fuchs gezaubert
mit dem sie die Technik ihres allerersten Stickrahmens aus dem Jahr 2015 aufgreift.
Das müsst ihr euch unbedingt auch anschauen.
Füchse - ich hatte schon einmal die Idee ein ganzes Fuchsstickrahmenjahr zu machen -
vielleicht ein neuer Ursprung für 2019????