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Dienstag, 1. Mai 2018

Frühlingsboten

Die Tulpen


Auf Instagram konntet ihr meine neue Frühlungscollage zu der Mitmachaktion des Hauptverlages schon sehen. Leider hat die Verlinkung bzw. der Hashtag mit dem Hauptverlag nicht funktioniert. Deshalb zeige ich euch auf meinem Blog das Bild noch einmal und vielleicht möchtet ihr noch ein wenig zur Entstehungsgeschichte erfahren.

Meine Grundidee habe ich - wie eigentlich schon so oft - durch eines meiner Kinder bekommen. Mina musste in der letzten Woche das Gedicht: "Die Tulpe" von Josef Guggenmos auswendig lernen. So sprach sie diese wunderschönen Zeilen des Gedichtes hier "rauf und runter" ;-))). Eigentlich hatte ich sofort die Idee, dass ich das Gedicht in meiner KunstAG thematisieren und gestalten lassen könnte, aber da leider heute ein Feiertag ist und wir im Moment noch ein anderes Projekt begonnen haben, kann ich es leider nur auf meiner Ideenliste notieren. Mich haben die Zeilen so gekitzelt (ja, es hat wirklich in meinen Fingern gekribbelt ;-))), dass ich verschiedene Materialien auf meinem Küchentisch ausbreitete und einfach loslegte. Ein Probewalzendruck (den ich leider noch nicht hier zeigen kann) diente mir als Grundlage. Meine diesjährigen Kommunion- und Konfirmationskarten 

haben mich auf die Idee gebracht das Bild kreisförmig zu gestalten.


Verschiedene Washi-Tape-Bänder bilden den Himmel, die laaangen Tulpenstengel 
und die ganz persönlichen Tulpengesichter ;-)))).
Nun fehlte aber noch etwas im Bild und durch den Walzendruck und die
diesjährige Frühlingspost von Tabea und Michaela
wollte ich unbedingt den Morgentau einfangen.
Mit hellen Encausticfarben habe ich deshalb diesen ins Bild gebügelt ;-).


Gerade der partielle Wachsüberzug gibt der Rundcollage nun die besondere Aussagekraft.
Die letzte Zeile in dem Tulpengesicht von Guggenmos kommt deutlich zum Ausdruck:
"Da hat ihr der Frühling entgegen gelacht".

Mit einem Passepartout bin ich nun abschließend auf die Suche gegangen,
um den ganz besonderen Bildausschnitt zu finden.


Die Wirkung und auch die Aussage eines Bildes lassen sich mit
einem solchen Rahmen nochmals total verändern.
Es bereitet mir Freude das Bild sozusagen nochmals unter die Lupe zu nehmen.
Nun freue ich mich, dass meine Rundcollage mit
dem Tulpengedicht auf der Rückseite meine Schwiegermutter
erfreuen kann. Sie hat mir bei meinem Aprilstickrahmen sehr geholfen
und hat sich natürlich auch liebend gerne das Gedicht von Mina live angehört ;-).

Zu später Stunde verlinke ich nun ganz schnell meine Collage
bei den vielen anderen Frühlingsboten,
die bereits im Hauptverlag angekommen sind
und vielleicht kann ich mich ja ganz bald über ein 
wundervolles Kreativbuch freuen
(von Sarah Hamilton´s Engel inspiriert habe ich im Advent 
einen ganzen Engelstoffpostkartenadventskalender als Blaudruck gestaltet).

Frühlingsgrüße
sendet Euch

Karin








Freitag, 8. Dezember 2017

Freude schenken

auf vielfältige Art



Mein Geschenkeengel wandelt passend zum heutigen Wetter mit einem Schirm 
durch die Winterlandschaft. 
Upps, hat er da vielleicht schon einige seiner Päckchen verloren?
Oder wollte er sie dem Weihnachtsmann überlassen,
damit sie auch noch pünktlich zum Fest ankommen?
Jedenfalls erinnert er uns daran,
dass wir unsere Päckchen nun zügig zur Post bringen müssen,
damit wir lieben Menschen rechtzeitig eine Freude machen können.


Und womit kann ich euch eine Freude bereiten?
Der Weihnachtsmann grübelt und zerbricht sich den Kopf .....


"Aber das ist doch ganz einfach",
rufen die Kinder aus der KunstAG:
"Wir gestalten unsere eigenen Weihnachtsmannbilder!"



"Das ist wirklich eine zauberhafte Idee.
Ich rufe schnell meine Rentiere herbei,
damit sie eure großartigen Kunstwerke bestaunen können!"



 "Hohoho!" rufen alle Weihnachtsmänner im Chor.
Und die Rentiere befragen ihren Besitzer,
wie diese großartigen Weihnachtsbilder entstanden sind.


Jedes KunstAG Kind der hiesigen Grundschule hat zuerst seinen eigenen
Nikolaus mit Bleistift skizzenhaft entworfen.
Anschließend wurde er mit Malerrollen in den Farben Rot und Rose überrollt ;-)
Nach dem Trocknen wurden mit dem Pinsel,
Augen und Nase sowie Bart, Bommel und Mützenrand angemalt
und der Aufkleber von Talu aufgeklebt.
Mit einem Blauregenwedel, den ich nun schon in mehreren
Projekten angewendet habe (siehe hier),
wurde je nach Belieben Acrylfarbengold auf die Mütze,
die Wangen oder im Bart aufgetupft.


In Herzform verschenkt mein Weihnachtsmann mit diesem Beitrag 
nun eine kleine Spende an die DKMS.
(Talu hat nämlich zu diesem weihnachtlichen Bastelwettbewerb aufgerufen
und für jeden Teilnehmende/n Blogger/in eine Spende in Höhe 
von 15€ an die DKMS versprochen.
Ob es für die vielen herzallerliebsten Kinderkunstwerke einen
höheren Beitrag geben wird, bleibt abzuwarten.
Die Kinder bedanken sich herzlich für die Aufkleber.
Sie hatten viel Spaß bei der Umsetzung der Aufgabe
und drücken nun ganz fest die Daumen,
ob sie vielleicht ein Bastelpaket vom Weihnachtsmann überreicht bekommen?



Freudige Weihnachtsmanngrüße
sendet Euch

Karin










Mittwoch, 6. Dezember 2017

Freudeengel

Do more of what makes you happy

Der Nikolaus steht ja bekanntlich für die Freude,
das Glück und strahlende Kinderaugen. 
Deshalb musste ich gar nicht lange überlegen, 
welche Engelkarte dazu wohl am besten passt:
Es ist der Engel der Freude.


Ich habe überlegt, wann geht es mir gut und wann bin ich glücklich?
Ganz klar, wenn ich meine Kreativität ausleben darf.
Deshalb passt auch der Spruch: "Do more of what makes you happy" perfekt
und so habe ich den heutigen Tag genutzt,
um einige Streifenkarten für die Adventspost anzufertigen.
Und so ganz nebenbei ist da auch ein Streifenlausi


unter meinen Händen hervorgekrochen ;-).
Mit großen Augen hat er dem Postboten entgegengeblickt,
ob er heute vielleicht die ersehnte Adventspost dabei hat.


Die Augen glänzend und sein Mund zu einem großen breiten Lächeln verformt,
tritt er dem Postboten heute entgegen und kann tatsächlich vier neue Streifenkarten 
aus der Adventspost (Idee von Michaela und Tabea) entgegennehmen.


Morgen muss ich unbedingt neue Fotos machen.
Ich glaube der Streifenlausi ist heute einfach zu müde und muss ganz schnell zu Bett ;-))).
So, neue Fotos sind gemacht ;-)))


Ich danke ganz ganz herzlich Michelle für diese wundervolle Streifenkarte,


Marion für diese maritim genähte Adventsstoffkarte


und zuletzt Martina (leider ohne Blog) für diese erhellende Sternstunde!

Nikolausgrüße
sendet Euch

Karin


Freitag, 17. November 2017

Warum ich nähe und blogge!

Ein Blick hinter LOCKwerkE

Als mich die Anfrage von Mareike erreichte, ob ich nicht Lust hätte an der BlogHopTour "Warum ich nähe und blogge" von Ronja (just sewn) und ihr mitzumachen, war ich sofort begeistert. Mareike habe ich doch durch das Bloggen kennen gelernt und nun verbindet uns schon (fast) 3 Jahre das gemeinsame Stickrahmenjahresprojekt.


In diesem Jahr suchen wir beide abwechselnd drei Begriffe pro Monat aus,
die wir dann in einem Stickrahmen umsetzen.
Das ist ganz schön spannend, denn gerade die unbekannten Begriffe sind sehr reizvoll.
Oftmals stöhne ich am Anfang und weiß gar nicht, wie ich überhaupt beginnen soll.
Umso überraschter bin ich meist über mein eigenes Ergebnis.
Ganz aufregend ist es natürlich auch immer zu sehen,
was meine Partnerin Mareike für ein neues Kunstwerk geschaffen hat.
Die drei neuen Begriffe für November durfte ich vorgeben:
Inspirationsquelle - Blogname - Lieblingstechnik.
Ich habe sie bewusst für diese BlogHopTour ausgesucht,
um mich bzw. meinen Blog und meine Nähleidenschaft in einem Stickrahmen vorzustellen.


Aber wie kam ich eigentlich zu meinem Blog?
Während des wöchentlichen Tanzunterrichts bin ich von meiner heutigen Freundin Nadelfee auf meine selbstgenähte Handtasche angesprochen worden: "Nähst du auch?", "Naja, ich habe früher viel mit meiner Mutter genäht und ich habe nach langer Zeit mal wieder einen Kurs besucht. Nur so ab und zu, aber ich würde sehr gerne mehr nähen, wenn es meine Zeit erlauben würde." lautete damals meine Antwort. Schnell kamen wir ins Gespräch, lernten uns besser kennen und so entwickelte sich bis heute eine feste Freundschaft. Meine Freundin machte mich auf Wettbewerbe aufmerksam und meinte, dass ich meine vielen Ideen (egal ob genäht oder gemalt) unbedingt auch präsentieren müsse. Ihr Blog, ihre Tipps und letztlich auch ihre Überredungskünste verringerten meine anfängliche Skepsis immer mehr. Der Auslöser für die Eröffnung meines Blogs war schließlich ein Wettbewerb, um meine Jeansmonster an dem Wettbewerb teilnehmen lassen zu können.


Seitdem ist viel ins Rollen gekommen und ein Leben ohne meine Kreativität auszuleben, könnte ich mir auch gar nicht mehr vorstellen: die Teilnahme an weiteren Wettbewerben, ganz viele neue Freundschaften, erste Veröffentlichungen in Zeitschriften, neue Jobs (zwar sind das viele ehrenamtliche Tätigkeiten, aber wer weiß, vielleicht ergeben sich ja weitere Möglichkeiten), die Entwicklung meines Projektes: das Kreative Vorlesen sowohl in unserer Stadtbibliothek als auch in der Familienbildungsstelle Sankt Augustin, die Leitung zweier KunstAG´s an der Grundschule meiner Tochter, die Gestaltung zweier Bühnenbilder für Kulturprojekte (Mutathe), die Entwicklung von LOGOs, die Ausarbeitung von verschiedenen Kreativveranstaltungen in unserem Kindergarten .... (wirklich unglaublich, wenn ich das alles mal so aufliste). 


Seit 2014 entwerfe ich jedes Jahr einen Stoffpostkartenadventskalender und auch in diesem Jahr stecke ich mitten in den Vorbereitungen ;-)). 
Meine Ausbildung als Kunstpädagogin hilft mir natürlich enorm weiter und durch das Lehramtstudium werden mir auch viele Türen geöffnet. So kann meine Leidenschaft kreative Ideen selbst auszuprobieren und sie mit anderen Menschen zu teilen und vor allem mit Kindern auszuprobieren und weiterzuentwickeln auf vielfältige Weise blühen wachsen und Früchte tragen. Gerade der Austausch mit anderen Bloggerinnen bringt mich immer wieder auf neue Ideen. Seit ungefähr einem halben Jahr bin ich nun auch auf Instagram regelmäßig unterwegs. Die unzähligen Bilder, die ich mir (fast) täglich anschaue, inspirieren mich so sehr, dass mein Leben nicht ausreichen wird, um die gesammelte ToDoListe realisieren zu können ;-). Und doch kommen täglich neue "Spinnereien" (ganz liebevoll gemeint) dazu und meine Sammlung wächst und wächst. Es kribbelt regelrecht in meinen Fingerspitzen und das Bild erfasst mich dann so sehr, dass ich alles stehen und liegen lasse, um sofort damit anzufangen. Deshalb herrscht bei mir auch immer das sogenannte "Kreative Chaos" ;-))).


Ein Bild von meinem Kreativraum kann ich euch wirklich nicht zeigen, denn im Moment ist er wegen Überfüllung geschlossen ;-). Mein Sohn Sam sagt schon immer zu meinem Mann: "Die Mama braucht ein eigenes Atelier". Ach das wäre schöööön und so ein kleiner (ähm - hüstel - großer Traum von mir). Mein Arbeitsplatz ist eigentlich immer in unserem Wohn- und Essbereich. Ich glaube es gibt keinen Tag in der Woche, an dem unser Tisch frei geräumt ist (außer wir bekommen Besuch ;-))).


Viele virtuelle Freundschaften sind inzwischen durch Begegnungen, gegenseitige Besuche, Workshopteilnahmen, Bloggertreffen, gemeinsame Messebesuche und sogar schon durch eine gemeinsame Urlaubsreise so gewachsen, dass sich mein Leben sehr geändert hat: Es ist bunt und voller Leben, ständig etwas los, aber auch immer in Weiterentwicklung. Stillstand und Langeweile gibt es nicht und das gefällt mir richtig, richtig gut. Nur wenn wieder mal ein Test und eine Arbeit nach der anderen in der Schule meiner Kinder (und das kommt bei drei Kindern schon häufiger vor) geschrieben werden, gelange ich an meine Grenzen. 
Die lieben und netten Kommentare sind jedoch dann das Salz und/oder das Herz eines jeden Bloggers. Mein Herz wird weit bei den vielen liebevollen Worten, die ich bisher erhalten habe und dafür danke ich an dieser Stelle ganz besonders. Wie im wirklichen Leben, wo wir nach Lob suchen und uns oftmals viel Kritik entgegenströmt, bietet das Bloggen völlig andere Möglichkeiten zur Entfaltung. Ich habe so viele positive Erfahrungen bisher machen dürfen, dass ich jedem, der vor der Entscheidung steht, fange ich meinen eigenen Blog überhaupt an, nur sagen kann: "Versuche es, wage den Schritt und dann schau selbst, ob es das Richtige für dich/euch ist."


Ein unglaublich wichtiger Punkt ist meine Lieblingstechnik: das Nähmalen. Durch diese Technik kann ich eine Illustration auf Stoff bringen und einen eigenen Stil finden. Die Bilder mit der Nähmaschine zu gestalten ist so erfüllend und wenn mir eine ausgebildete Schneiderin dabei über die Schulter schauen würde a) mit welcher Maschine arbeite (siehe Foto oben) und b) nach welcher Methode ich dabei vorgehe, ich glaube, sie würde mir eine neue Maschine sponsorn ;-)). Aber ich liebe die Maschine meiner Mutter. Sie hat sie mir als ich auszog mitgegeben, sie kenne ich seit meiner Kindheit und daran hängt mein Herz. Leider sehe ich meine Eltern nicht so oft und irgendwie ist meine Mama dann bei mir. Natürlich freue ich mich, wenn ich bei einer Nähfreundin an einer modernen Maschine sitzen darf und oft fahre ich auch nach Hause und denke: "Ach das ist schon toll, welche Möglichkeiten ich mit einem neueren Modell hätte". 


Kreativ bin ich schon immer gewesen und Kunst war auch mein Lieblingsfach in der Schule.
Am Gymnasium konnte ich sogar meine ersten Kunstwerke an Freunde verkaufen.
Nach meiner Ausbildung als Bauzeichnerin, konnte ich im Kunststudium verschiedenste Techniken und Kunstrichtungen kennenlernen. Die Zeit des Referendariats an einer Realschule, meine ersten Lehrerjahre, die Geburt meiner Zwillinge, der Hausbau und dann meine Berufstätigkeit, ließen viele Jahre leider kaum Platz für die eigene künstlerische Entfaltung. Erst mit der Geburt meines dritten Kindes bin ich mit stolz Hausfrau oder wie heißt es so schön:
manage ich ein kleines, aufstrebendes Familienunternehmen ;-)))).
Wer meinen Blog verfolgt, der weiß, wie viel Liebe und Arbeit ich in den letzten Jahren hier hineingesteckt habe, denn ganz viele Ideen bekomme ich mit, durch und von meinen Kindern ;-)). Bloggen, nähen und kreativ sein erfüllen mich und bieten mir 
die perfekte Möglichkeit mich zu entfalten.

Nun merke ich, dass dieser Blogpost sehr lang geworden ist. 
Ich denke, dass ich den Novemberstickrahmen in einem zweiten Teil genauer vorstellen möchte
und hoffe, dass ihr dann auch wieder dabei seid. 

Ich danke Euch fürs Mitlesen
(vor allem denjenigen, die es bis zum Ende geschafft haben ;-)))),
für die vielen lieben Worte (insgesamt unglaubliche 3275 Kommentare),
für die Freundschaften und Treffen
und
Danke, dass ich bei dieser wundervollen BlogHopTour dabei sein darf


Hier nochmals alle Tourdaten:
01.11.2017 Mareike von Rundherumblog
03.11.2017 Karin von Grüner Nähen
05.11.2017 Ines von Naehzimmerplaudereien
08.11.2017 Tina von Tina Blogsberg
10.11.2017 Gabi von made with Blümchen
12.11.2017 Melanie von Melinoliesl
15.11.2017 Susanne von nahtlust
17.11.2017 Karin von LOCKwerkE
19.11.2017 Maika von Maikaefer16
22.11.2017 Sandra Eule im Schlafanzug
24.11.2017 Ronja von just sewn

Herzlichst

Karin

verlinkt mit Freutag, 

Montag, 24. Juli 2017

Meine Gelliplatte

wurde von Kindern getestet
und für "superklasse" empfunden ;-)))


In der letzten Woche hatte ich Besuch von einer Freundin mit ihren drei Kindern. Auch meine Tochter hat sich Freundinnen eingeladen und so haben wir hier mit 6, manchmal sogar 7 Kindern einige Tage gewerkelt. Unter anderem haben wir mit einer Gelliplatte gedruckt. Die Kinder hatten sooo viel Spaß, dass wir an einem Tag fast einen ganzen Zeichenblock mit 200 Blatt Papier aufgebraucht haben ;-))).
Zunächst haben wir einfach nur verschiedene Farbtöne mit einer Rolle aufgetragen und abgedruckt. Dabei mit verschiedenen Farben, unterschiedlichem "Abreibedruck" und Farbverläufen zu experimentieren, war für die Kinder schon sooooo faszinierend. Wir haben übrigens ganz normale Schultemperafarbe verwendet. Diese hat den Vorteil, dass sie gut aus- bzw. abwaschbar ist (sowohl aus der Kleidung der Kinder wie auch von meinem Fußboden)! Die ganzen Kunstwerke mussten ja irgendwo trocknen und draußen war es zu windig. 


Ein weiteres Highlight beim Drucken mit der Gelliplatte waren Tierpfoten, die aus Zeitungspapier ausgeschnitten wurden. Den passenden Namen des Kindes richtig bzw. spiegelverkehrt auf die Gelliplatte zu legen, war eine lustige Herausforderung. 


Nach der Mittagspause haben wir mit verschiedenen Blättern aus unserem Garten weitergedruckt. Dabei war das Staunen der Kinder groß, gerade als sie den zweiten Abdruck eines Blattes mit den einzelnen Blattadern sahen. So ein Positiv- bzw. Negativbild wollte jedes Kind haben. Dabei ging das Farnblatt als eindeutiger Favorit hervor ;-))). 


Ich zeigte den Kindern, dass man auch gut mit dem einzelnen Blatt selbst noch einmal drucken kann. Dazu haben wir die Blätter mit einem Pinsel mit einer Farbe bestrichen, auf das Papier gelegt, etwas Zeitungspapier darüber gelegt und entweder mit dem Handrücken oder mit einer Farbrolle darüber gerollt.


Zum Schluss gestalteten wir verschiedene Collagen aus den hergestellten Papieren.
Neben kreativen Schmetterlingen entstanden dabei auch kunterbunte Schnecken. 


Diese letzte Schnecke ist ein Gemeinschaftswerk von Amelie und mir;-))).
Wir alle hatten viel Spaß und große Freude am Ausprobieren, Legen, Kleben und Collagieren.
Und welches Tier würdet ihr aus dem Gelliprintpapier gestalten?

Übrigens wollen die Freundinnen von Mina ihre gesammelten Drucke
zu einem Gemeinschaftsbuch zusammenbinden,
um dann abwechselnd das Buch zum Betrachten auszutauschen.
Ich bin sehr gespannt, ob sie diese großartige Idee umsetzen.

Druckfrische Collagengrüße
sendet Euch

Karin


Sonntag, 9. Juli 2017

Es ist aufgetischt - feiner Spargel

im Junistickrahmen!

Als ich Ende Mai die neuen drei Begriffe von Mareike für unser Stickrahmenjahresprojekt las, war ich sehr zufrieden. "Papier - Mixed Media - Gradlinigkeit" hatte sie ausgewählt und mir auch schon sehr früh geschrieben, dass ihr Stickrahmen schon fertig ist. Ich hatte im Juni und auch diese Woche sooo viele Termine, das könnt ihr euch nicht vorstellen. Mit drei Kindern an drei verschiedenen Schulen, bedeutet das auch viele unterschiedliche Vorstellungen. Ein Sommerfest, insgesamt drei verschiedene Konzerte meines Sohnes mit seiner Musikklasse, ein Kinderräubermusical in der Grundschule, ein Luthermusical, eine Kulturnacht, verschiedene Klassenausflüge (wo auch zum Teil die Kinder abgeholt oder zumindest zur Bahn gefahren werden mussten) und ganz nebenbei noch die vielen Klassenarbeiten und Abgabetermine. Aber, es ist ja fast alles geschafft, deshalb will ich nicht klagen. Die Kinder und die Eltern haben sich die Sommerferien wirklich verdient ;-))). Und so komme ich nun auch endlich dazu über meinen Stickrahmen: "Tischlein deck dich" zu berichten:


Am meisten gegrübelt habe ich über den Begriff Gradlinigkeit. Ich muss gestehen, er hat mir einige schlaflose Nächte bereitet. Auf dem Blog von Ulrike (Ulkau) entdeckte ich zu Beginn des letzten Monats die Idee aus Spargelstreifen Papier herzustellen. Sie verweist auf die Anleitung von Karin (fadenspielundfingerwerk). Das musste ich unbedingt ausprobieren, denn ich hatte gerade grünen Spargel für unsere Familie gekauft. Nachdem die einzelnen Spargelstreifen ca. 10 Minuten kochten, legte ich die einzelnen Streifen schachbrettartig auf einem Küchenpapier zusammen. 


Dann ließ ich sie trocknen. Mein Mann machte mich nach einiger Zeit darauf aufmerksam, dass sich die Blätter schon einrollen würden. Wenn ich nicht zügig den Spargel pressen würde, müsse ich wohl alles wegschmeißen. Im übrigen hat er mich sogar für verrückt erklärt, denn der Spargelgeruch hatte sich im ganzen Haus verteilt. (Ähm, das Problem war, dass ich meine gekochten Streifen noch aufbewahrt hatte. Schließlich kann man ja nie wissen, ob ich eventuell noch mehr Papier herstellen möchte ;-))). Aber am nächsten Tag konnte man nichts mehr mit der zusammenhängenden Masse anfangen. Während der nächsten Trocknungstage habe ich das Papier mehrmals gewendet und unter Druck gut austrocknen lassen. 


Voila, das Papier ist fertig - zwar mit Löchern und einigen Unebenheiten,
dafür aber nun geruchlos ;-))) und zum kreativen Verarbeiten geeignet ;-))). 

Ich liebe Spargelgerichte ;-))). Zusätzlich erinnert mich die leckere Mai-Juni-Speise auch an meine Kunstabschlussprüfung an der Uni. Wer das Stickrahmenprojekt von Mareike und mir fleißig verfolgt, der weiß, dass ich gerne einen persönlichen Bezug zu meinen Stickrahmenthemen herstelle. Dieses Mal, habe ich das Spargelbild von Manet direkt vor Augen. In meiner Kunstabschlussprüfung zog mein Professor aus einem gefühlt 500 Stück großen Stapel an Kunstpostkarten ca. 10 bis 15 Karten heraus, die der Prüfling dann einer Kunstepoche sowie einem Künstler zuordnen musste. Eine bessere Note erreichte man, wenn man zusätzlich noch etwas zum Inhalt des Bildes oder gar eine Anekdote dazu erzählen konnte. Das Spargelbild war eine Kunstpostkarte in meiner Prüfung. 
In dem Junistickrahmen soll nun der Spargel im Mittelpunkt stehen. Das Spargelpapier erinnert an die grünen Blätter in Manets Bild

Die einzelnen Spargelstangen habe ich nass gefilzt  


und die Akzente mit dem "Trockenfilzen" einer Nadel gesetzt.


Mit einer verformten Gabel kann ich die Spargelstangen,
die mit zwei roten Gummiringen zusammengehalten werden, gut auftischen ;-))). 


Zum Schluss habe ich noch eine passende rotweißkarierte Tischdecke aus meiner Stoffrestekiste als Untergrund für meinen Stickrahmen gewählt. Die Gabel mit dem Spargelpaket kann ich nach Belieben abnehmen. Denn meine Tochter Mina hat eigene Ideen, um den Tisch hübsch zu decken und mit meinem Junistickrahmen zu spielen ;-))).



Leider ist die Spargelzeit schon längst vorüber, 
aber die Freude auf das nächste Spargeljahr
bleibt mit dem Wandbild immer vor Augen ;-))).


Und mit welcher Lieblingsspeise würdet ihr meinen Junitisch decken? Schaut euch unbedingt auch die Juniausführung von Mareike an. Sie hat auch ganz wunderbar mit Papier gewebt. Es ist doch immer wieder erstaunlich zu welchen Ideen uns die drei Begriffe verleiten. Wer Lust hat in unser Jahresprojekt mit einzusteigen, ist ganz herzlich willkommen. Der Einstieg ist jederzeit möglich. Am Ende des Jahres haben wir 12 unterschiedliche Stickrahmen, die unsere Wand schmücken.


Ach ja und die neuen drei Begriffe, darf ich ja diesen Monat vorgeben ;-). 
Ich entscheide mich für: Rosa - stachelig - Jeans!

Feine Tischgrüße
(vor allem an alle Spargelliebhaber)
sendet

Karin

verlinkt mit Resteverwertung, Stickrahmenjahresprojekt

Freitag, 30. Juni 2017

Zeitungspapier als perfekter Untergrund

für neue Kunstwerke

Kirschblütendetail aus Strukturpaste auf grundierter Leinwand.

Nachdem ich das Zeitungspapier mit altdeutscher Schrift, 
einige Reststücke des Kreativsommers aus dem letzten Jahr, 
mit Serviettenlack aufgeklebt habe und die Leinwand anschließend gut getrocknet ist,
konnte ich mit Malerrollen den Hintergrund in unterschiedlichen Farbtönen auftragen.
Danach habe ich mit Strukturpaste die Kirschblüten ausgearbeitet und 
mit Acrylfarbe die Äste und Details der Blüten aufgemalt.


Obwohl ich noch nicht das Gefühl habe, dass mein Bild fertig ist,
passt es einfach ganz hervorragend zum Junipapierliebethema: 
"Zeitung und Zeitungspoesie" von Susanne.
Während ich ein größeres Acrylbild mit Zeitungspapier gestaltet habe,
konnten meine KunstAG Schülerinnen und Schüler den Stil von Paul Klee nachempfinden.
 

Gerade dieser Künstler experimentierte mit den verschiedensten Untergründen und so habe ich
in der letzten KunstAG Stunde in der Grundschule auch mit den Kindern experimentiert ;-))).
Es hat allen sichtlich Freude bereitet.

Kirschblütengrüße
sendet Euch

Karin

verlinkt mit Papierliebe, Freutag,