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Sonntag, 9. April 2017

Die h&h Messe in Köln

ein Besuch dieser internationalen Fachmesse 
für Handarbeit & Hobby lohnt sich

 

Was, es ist wirklich schon eine Woche vergangen? Bin ich nicht gerade erst zu Carmen (roetsch) gefahren, um gemeinsam mit ihr die Hobby & Handarbeitsmesse in Köln zu besuchen? So viele Eindrücke, ganz besondere Designs, unglaubliche und außergewöhnliche Kreativideen .... herzliche Begegnungen mit außergewöhnlichen Persönlichkeiten, neue Kontakte, nette Gespräche mit hilfreichen Tipps und weiterführenden Informationen ... eine beeindruckende Modenschau ....


der Besuch hat sich wirklich gelohnt.


Auf meinem Instagram-Account habt ihr ja schon so einige
Einblicke und Eindrücke sehen können, 
doch heute möchte ich euch noch ein wenig mehr berichten.

 

Meine erste Bildzusammenstellung trägt den Titel:
"All over the world" 
Die beeindruckende gestrickte Käsetheke von 
Madame Tricot ist wirklich ein absolutes Highlight auf dieser Fachmesse.
Einfach fantastisch, was hier mit Wolle fast realistisch dargestellt ist.
Ihr Anliegen, damit eine Hommage an alle Fachgeschäfte 
(hier natürlich ganz besonders die Käsereien, wie man sie noch oft in Frankreich findet)
in den Mittelpunkt zu stellen, ist der Künstlerin 100% gelungen.
Die Erde in Form von gestrickten Socken und der Äquator dargestellt
aus verschiedenfarbigen Einzelsocken, bringt den Betrachter zum Nachdenken. 
Ein Leben ohne Socken - für uns Europäer undeckbar - 
und doch leider Alltag für viele Menschen auf unserer Erde. 
Die Internationale Sockenvereinigung Hechingen-Hohenzollern e.V.  unterstützt
mit ihren Strickwaren und -aktionen
(egal ob als Sachspende oder durch den Verkauf von gestrickten Waren auf Märkten) 
hilfsbedürftige Personen im In- und Ausland.
Das gehäkelte und gestrickte "Brüsseler Tipi"
im Eingangbereich der Messe stellt symbolisch die Vielfalt der Menschen
auf unserer Erde dar. Es steht aber auch für die Vielfalt der Aussteller
(in diesem Jahr waren es 432 Aussteller aus 42 Ländern), 
für die verschiedenen Persönlichkeiten der Kreativen
(egal ob Besucher oder Aussteller) und für ein friedliches Miteinander mit
nationalen und internationalen Begegnungen.


Eine für mich besondere und sehr beeindruckende Begegnung war das Zusammentreffen
mit Kasia Hanack (madebykasia) und Friederike Seiler-Schulz (clacavi).
Ganz lieb und charmant bekamen Carmen und ich nicht nur hilfreiche Tipps, sondern
wir plauderten auch herzlich aus dem Nähkästchen ;-)).
So ganz nebenbei konnten wir eine bestickte Cable Cluch am Madeira-Stand kreieren
und die vielen einzigartigen Nähmalereien von Kasia bewundern.
Wer meinen Blog kennt, der weiß, wie gerne ich selbst nähmale und natürlich auch
einen monatlichen Stickrahmen gestalte.

Stickrahmen scheinen in diesem Frühjahr und auch auf der Messe sehr beliebt zu sein,
denn es gab unzählige wunderschöne Beispiele:
so wird zum Beispiel die alte Technik: das Makramee wieder neu in Szene gesetzt,
auch gehäkelte und gestrickte, 
aber natürlich auch inspirierende gestickte Werke 
haben immer wieder meine Blicke und meine Aufmerksamkeit auf sich gezogen.


Schmetterlinge in den schönsten Formen und Variationen
sind gerade im Frühling sehr beliebt.
Und die Hutvariante eizigartig und außergewöhnlich, natürlich gewagt,
aber ein absoluter Hingucker ;-))).


Natürlich fällt mir die Künstlerin Silke Bosbach mit ihrem Slogan:
"Make something from nothing"
nicht nur mit ihrer Tape-Art-Kunst auf.
Material - eigentlich ist es ja Müll -
 schneidet sie zurecht, um daraus neue Wandobjekte entstehen zu lassen.
Für mich wirken die zusammengesetzten Plastikflaschenböden wie eine Koralle.
Der Schmetterling aus verschiedenfarbigen Tape-Bändern ist nicht nur
ein Eyecatcher, sondern fordert zum Selbstporträt auf.
Wer möchte nicht mal als Schmetterling verschmelzen ;-)) bzw. fotografiert werden?
Silke Bosbach versteht es Kunst für jeden erlebbar zu machen.
In ihrer live-Performance konnte jeder der 16.000 Messebesucher
miterleben wie mit einem einfachen Mittel, dem Tape Band, 
welches vor Ort mit dem Cutter zurecchtgeschnitten wird, 
die Wand zum Kunstobjekt wird. 


Eine weitere auffallende und ausgefallene Künstlerin,
die Carmen und ich auf der Messe entdeckten,
ist die französische Textildesignerin Odile Bailloeul.
Mit ihrer bunten, blumigen und charmanten Art trifft diese Dame in Rot,
wie sie sich selbst in einem Label deklariert,
den Zeitgeist und vor allem mich.
Sie ist ein Allround Talent und arbeitet mit vielen unterschiedlichen Materialien, 
malt, schreibt Bücher für Erwachsene und auch für Kinder,
veröffentlicht Anleitungen für das kreative Arbeiten, gibt Workshops und
kreiert unglaubliche Stoffe und Borden, Taschen, Kissen, Kuscheltiere uvm.
Farbenfroh und folkloristisch zeigt sich auch dieser wunderschöne Quilt mit
dem Wohnwagenmotiv. Unglaublich schön.



Zum Schmunzeln bringen mich diese katzenartigen Wesen.
Als Kissen mit farbigen Druck und genähmalten Akzenten,
zaubern sie genauso wie das Bild im Rahmen mit den Fischen,
dem Betrachter ein Lächeln auf die Lippen.
Sie inspirieren mich mit meiner KunstAG auf Stoff zu drucken
und gegebenenfalls mit Stickgarn und Nadel einzelne Merkmale zu betonen.
Ich bin gespannt, welche lustigen Tiere meine Grundschüler wählen werden.




Zum Mitmachen motiviert auch die Initiative Handarbeit mit ihren Superhelden.
Mit der Aktion: "Mach mit und sei ein Held" kommen DIY-Fans voll auf ihre Kosten
und unterstützen so ganz nebenbei das Bildungsprogramm der SOS Kinderdörfer.
Vom Tag der Handarbeit, am 10.06. bis zum 31.10. 2017 können die Anleitungen
der Superhelden gegen eine Spende heruntergeladen werden.
Auch wer ein Superheld nacharbeitet (häkelt, strickt oder näht) und das Bild
unter dem Hashtag #superheld2017 postet, kann diese Aktion unterstützen.
Die Initiative Handarbeit spendet pro gezeigten Superheld 5 € für das SOS Kinderdorf.
Wenn das kein Anreiz zum Mitmachen ist.
Ich nehme mir fest vor dabei zu sein.
Der Termin für die nächste h&h Cologne steht auch schon fest
und ist in meinem Kalender vermerkt 23.– 25.03.2018. 


Es war so ein wunderschöner Tag.
Ich danke dir, liebe Carmen, dass wir gemeinsam diese Messe besuchen konnten.
Ich freue mich schon riesig auf unseren gemeinsamen Besuch der Textil Art in Berlin.
Ob es dort auch ein Bloggertreffen gibt?
Falls jemand von euch darüber Informationen hat,
dann würde ich mich freuen, wenn ihr mir schreibt.


Inspirative Messegrüße
sendet Euch


Ich verabschiede mich heute mit meiner Namenscollage aus Handstickereiarbeiten von Laghmani aus Afghanistan. Dieses beeindruckende Zweikulturenprojekt ist unglaublich: eine quadratische Stickerei wird innerhalb von 4 bis 8 Stunden von jungen Frauen angefertigt. In Europa wird dieses Kunstwerk erworben und je nach Belieben mit einer persönlichen Technik ergänzt oder auch vollendet. Dabei entstehen neue unglaubliche Kunstwerke und mit dem Lohn wird Familien in Afghanistan geholfen.
Mehr Informationen findet ihr unter www.guldusi.com.



Freitag, 30. September 2016

Die Seele des Filz

Impressionen einer Filzausstellung

Die Ausstellung: "Die Seele des Filz" ist zwar nur noch bis zum 02.10. in Siegburg zu bestaunen, aber dennoch möchte ich sie euch heute gerne empfehlen.
Meine Freundin Nadelfee hat mich bereits im letzten Jahr
zu der Ausstellung "Passion Filz" mitgenommen und mich auch in diesem Jahr
wieder auf diese neue Filzausstellung aufmerksam gemacht.



Weil heute Freitag ist,
habe ich einige besonders schöne Filzfischausstellungsstücke zusammengestellt.


Natürlich sind mir die Details besonders wichtig.
Einfach grandios wie hier Perlen, Spitze und Filz kombiniert werden.

 
Einzigartige und umwerfende Farben gibt es zu entdecken, 
die mich inspirieren und mich nicht nur zum Filzen annimieren ;-)))).


Diese Qualle finde ich einfach nur unfassbar genial.


Auf einem Wandteppich mit unzähligen kleinen Filzbildern,
habe ich zwei Fischbilder für euch herausgesucht.


Ein besonderes Highlight ist auch dieses Wandbild.
Gerade die unterschiedlichen Strukturen, die Löcher und die Algen, 
die eingenähten Steine, das Gestickte
und natürlich die Schuppenstruktur
sind sooo besondere und wunderschöne Details .... ach ;-)).
Ich könnte euch noch sooo viele Bilder zeigen,
denn neben diesen Fischwerken, gibt es unglaublich schöne Kleidungsstücke,
Hüte, Schuhe und Handtaschen, Figuren und Fantasiewesen, 
ungewöhnliche Kissen und vieles andere mehr zu bewundern.
Also ich war bereits im letzten Jahr restlos begeistert, 
und auch in diesem Jahr bin ich glücklich
diese einzigartigen Filzwerke bewundern zu können.
Vielen Dank, liebe Marina, dass du mich wieder mitgenommen
und mir sogar deine Kamera ausgeliehen hast.
Nur so hatte ich die Möglichkeit einige Fotos von der "Seele des Filz" zu machen.
Im nächsten Jahr begleite ich dich liebend gerne wieder.

Seelige Filzfischgrüße
schickt Euch

Karin

verlinkt mit Fisch am Freitag,



Freitag, 17. Juni 2016

Maistickrahmen: Hommage an Picasso

mit speziellem Focus auf die Linie


Zwar habe ich bereits im April die Idee für meinen neuen Stickrahmen entwickelt und im Mai auch schon mit der Umsetzung begonnen, aber heute Nachmittag ist er tatsächlich erst fertig geworden. Was lange währt .... 
wird endlich gut ;-).
Aufgrund meiner Erkrankung habe ich leider bereits den Aprilstickrahmen für unser Stickrahmenjahresprojekt mit Mareike (rundherum) ausfallen lassen müssen. 
Wenn auch etwas verspätet, so kann ich euch heute nun endlich meinen Maistickrahmen:
"Hommage an Picasso" präsentieren.


Mein selbstfestgelegtes Jahresstickrahmenthema: "Berühmte Künstler und ihre Werke" zu bearbeiten, geht mit einem Frauenporträt von Picasso in die nächste Runde. In zahlreichen Bildern Picassos werden Frauen, mit denen er eine Liebesbeziehung hatte, porträtiert. Sie sind seine Muse und seine künstlerische Anregung. Die Erscheinungsbilder der Frauen werden sogar bestimmten Epochen in Picassos Werken zugeordnet. Mich hat das zarte Gesicht der abgebildeten jungen Dame, die graphische Gestaltung der Haare sowie ihr Haarschmuck so fasziniert, dass ich sie in den Mittelpunkt meines Stickrahmens gestellt habe. Mit farbigem Stickgarn habe ich das Porträt auf eine recycelte beiger Jeans genähmalt. Einzig den Blütenschmuck im Haar habe ich ausgelassen und durch Blüten, die ich mit einer Blütenstanze von Stampin up aus unterschiedlich farbigem Snap Pap Papier ausgestanzt habe, ersetzt. Die Perle im Mittelpunkt ist eine Miniklammer mit kleinem Magnet auf der Rückseite, sodass die Blüten je nach Bedarf versetzt werden können. 


Ursprünglich wollte ich ja die berühmte Taube von Picasso nacharbeiten. Tatsächlich habe ich sogar meine Familie befragt, ob ich nun das ausgesuchte Porträt oder die berühmte Picasso-Taube in meinem neuen Stickrahmen darstellen soll. Wir hatten hier eine Pattsituation und so habe ich am Ende entschieden. Ich überlege, ob ich eventuell auf der Rückseite des Stickrahmens die Taube als Symbol für die Freiheit und den Frieden darstellen soll. Gerade in Zeiten wie diesen ist sie ein wichtiges Hoffnungssymbol. Was meint ihr dazu? Würdet ihr sie auch nur als Linie zeigen, oder könnt ihr euch eine andere Technik vorstellen?

https://de.pinterest.com/pin/130393351680902792/

Picassos Liebe zur Linie: entweder als begrenzende Umrisslinie oder als elementare Binnenlinie, kommt in seinen Werken immer wieder zum Ausdruck. Eine ganz besondere Form der Darstellung sind Picassos Tierdarstellungen aus nur einer Linie. Neben dem Pinguin, dem Flamingo, dem Kamel hat er auch einen Hund, eine Eule oder auch ein Küken und natürlich noch zahlreiche andere Tiere aus nur einer Linie geformt. Einige dieser Figuren habe ich mit Fineliner gezeichnet, anschließend eingescannt und mit dem Plotter ausgedruckt (am Monatg habe ich euch dazu ja schon zwei Federtiere zum Anstecken gezeigt).

Ergänzt habe ich Picassos Werke mit eigenen "Eine-Linie-Kreationen": einem Fisch und natürlich einem Füchslein. Auch meine Kinder haben eifrig Zeichnungen angefertigt. Auf eine weitere Anstecknadel hat es Minas Küken geschafft (das zeige ich euch am Montag).


Mein Stickrahmen dient nun gleichzeitig als Anschauungsmaterial zur Porträtgestaltung, zum genauen Betrachten der Linie, zum Ausprobieren der veränderten Wirkungsweise mit den abnehmbaren Blümchen im Haar und als Halterung für die neuen Anstecker.


So kann ich - oder eines meiner Kinder - an jedem Tag in der Woche ein neues Tiermotiv anstecken. Klar, dass ich heute am Freitag den Fisch zu andiva ausführe, oder?

Weitere Künstler, die wundervolle "Eine-Linie-Bilder" gestaltet haben sind Saul Steinberg und Shahin de Heart. Mit Tuschefeder oder auch Filzstift lassen sich diese Kunstwerke wunderbar auch von Kindern nacharbeiten. Welches Kind kennt nicht das "Haus vom Nikolaus" und die vielfältigen Variationsmöglichkeiten (wer mag kann das Haus auch nähen ;-)). Natürlich können die Kinder auch kreative Eigenkompositionen erfinden:


 Skizzen von Sam, 11 Jahre

Skizzen von Tim, 11 Jahre

Meine Kinder hatten viel Freude beim Zeichnen, aber sie haben auch erkannt, dass es gar nicht so einfach ist eine gute Eine-Linie-Figur zu entwerfen. Ihr könnt es gerne auch einmal versuchen und mir eure Bilder schicken. Mareike hat mir letzte Woche eine superschöne Freude bereitet und mich mit einem Ministickrahmen überrascht. Schaut mal.


Und die wundervolle Karte mit den lieben Grüßen hat mir natürlich ein Lächeln auf die Lippen gezaubert. Ganz ganz herzlichen Dank dafür, liebe Mareike. Dein Wal muss natürlich auch sofort zu andivas Fischfreitagssammlung schwimmen ;-))).


Mareike selbst hat ihren eigenen Ministickrahmen bereits gezeigt. Eine ganz wundervolle Idee, die ihr euch unbedingt anschauen müsst. Meine ersten Skizzen und Überlegungen sind schon vorgezeichnet. Bestimmt kann ich schon nächste Woche mit meinem Junistickrahmen beginnen.

Tierische Liniengrüße
sendet Euch

Karin



Samstag, 21. Mai 2016

Siebdruck: Teil 4 Die Stoffgestaltung

Zauberrochen im Algenmeer

Ich durfte mit meinem Stöffchen: "Zauberrochen im Algenmeer" unsere diesjährige Frühlingspost beenden. Über sieben Wochen lang habe ich wunderschöne Stoffmuster, die alle per Siebdruck entstanden sind, von lieben Bloggerinnen erhalten. In der letzten Woche durfte sich dann mein Stöffchen auf Reisen begeben. Da es nun auch in Österreich bei Eva - leider etwas verspätet - angekommen ist, kann ich nun über die Zauberrochen und deren Entstehung berichten.


Zunächst einmal wollte ich unbedingt einen dunklen Stoff bedrucken. Meine Schwiegermutter hat mir angeboten, dass sie mir eine alte Tischdecke mitfärben könne. Ich sagte ihr, dass ich am liebsten einen dunklen, jeansartigen Blauton als Grundstoff für mein Muster haben möchte. Und sie brachte mir eine perfekt gefärbte Tischdecke mit. Dafür möchte ich ihr an dieser Stelle nochmals ganz herzlich danken. Diese habe ich dann zunächst mit blauen Algen bedruckt.


Für den Druck habe ich aus Freezerpapier einzelne "Algen" in unterschiedlicher Größe ausgeschnitten. Leider hat sich die blaue Druckfarbe (übrigens auch von Dekaprint 2000) aber ganz anders verhalten als bei meinem Probedruck das Weiß von der gleichen Firma. Enttäuscht blickte ich auf einige zerlaufende Sterne auf dem Stoff. Wieso nur funktioniert der Druck an einigen Stellen und an anderen nicht? Zum Glück habe ich bei Michaela, unserer Initiatorin der diesjährigen Frühlingspost, sowie bei Tabea und Kristina eifrig die Erfahrungsberichte und die zahlreichen Kommentare gelesen. Dabei wurde immer wieder von einer Siebdruckpaste berichtet. So besorgte ich mir kurzfristig noch die Siebdruckpaste Lascaux und dadurch wurde die Siebdruckfarbe tatsächlich fester bzw. zähflüsiger. Am besten man nimmt mit einem Löffel etwas Farbe in ein verschließbares Glas und gibt dann löffelweise die Paste hinzu bis die gewünschte Festigkeit erreicht ist. Diese Mischung hatte den Vorteil, dass sich die Farbe einerseits nicht mehr durch den Stoff "hindurchgedrückt" hat und andererseits war sie gleichzeitig ein sogenannter Trocknungsverzögerer. So konnte die Farbe nicht so schnell das Sieb verkleben bzw. Poren - vor allem die kleinen dünnen Rochenenden - verstopfen. Durch das Zumischen der Paste konnte ich mit einem Sieb den gesamten Stoff bedrucken.


Bei Michaela entdeckte ich auch die Idee, meine Tischdecke in zwei Hälften zu schneiden. Das hat sich als sehr vorteilhaft erwiesen, denn beim Drucken habe ich festgestellt, dass die Arme nicht lang genug sein können ;-)) Am Ende muss man schon sehr aufpassen, dass einerseits der Stoff nicht vom Tisch rutscht und andererseits man nicht ausversehen auf das untere Stoffende während des Druckens drauftritt oder aber ausversehen den schönen Holzboden mitbedruckt.


Auf dem Bild seht ihr schon meinen zweiten Druckvorgang: die Rochen. Die Rochen habe ich zuerst von Hand gezeichnet, aber dazu gibt es noch eine schöne Geschichte, die ich euch unbedingt erzählen muss. Bestimmt wisst ihr ja, dass Michaela jeden Mittwoch hübsche Muster sammelt und ich auch liebend gerne mitmustere. Aus irgendeinem Grund dachte ich, dass Michaela in diesem Monat Rauten sammelt. So malte ich eifrig Rautenfische, denn ich verbinde gerne meine Projekte und so dachte ich, kann ich gleich auch ein Mittwochsmuster mit meinem Stoff zaubern. Aber wer genauer liest oder vielleicht nicht nur seiner Erinnerung Glauben schenkt, ist klar im Vorteil, denn Michaela sammelt im Mai Karos. Vielleicht schreibt sie ja die Rauten auf eine Liste und in kürze kann ich dann meine Zauberrauchen auch noch vermustern ;-))).



Zu Beginn habe ich die Rochen leider ohne Siebdruckpaste gedruckt und schnell hatte sich mein Sieb an einigen Stellen zugesetzt. Die Farbe trocknet doch schneller als bei den kleineren Probestöffchen. Außerdem hatte ich mir ein größeres Sieb - natürlich wieder mit der Hilfe meines Mannes - gebaut, weshalb ich für einen gleichmäßigen Auftrag längere Zeit benötigte.



Hier zum Vergleich beide selbstgebauten Siebe, die jeweils aus ausrangierten Bilderrahmen zusammengebaut sind und mit Siebdruckgaze bezogen wurden (hier könnt ihr die Bauanleitung nachlesen). Mit dem größeren Sieb konnte ich nun eine größere Fläche bedrucken, aber insgesamt ist ein größeres Sieb leider auch unhandlicher. Alleine beim Auswaschen des Siebes über der alten Spüle im Keller habe ich den Waschraum mehrmals unter Wasser gesetzt ;-). Aber halb so schlimm, denn auch beim Auswaschen war ich froh, dass ich die Tipps meiner Vorgängerinnen hatte lesen können. Denn da gab es Erfahrungsberichte - ich sage euch über stundenlanges Badewannenschrubben, um die Farbe aus der Wanne zu bekommen - wo sich die Teilnehmerinnen der Frühlingspost sicherlich gefragt haben, warum mache ich das eigentlich.


Aber diese Frage lässt sich beim Anblick der Ergebnisstöffchen sicherlich gerne mit einem Lächeln beantworten: Um eine neue wundervolle Technik kennenzulernen, neue künstlerische Erfahrungen zu sammeln und neue Bloggerinnen kennen zu lernen, sich auszutauschen und diese wundervollen Tauschstöffchen in den Händen zu halten. Sind die nicht traumhaft schööön?



Als ich mir mein fertiges Stöffchen anschaute, war ich sehr zufrieden - trotz der etwas verlaufenen Algen. Aber Unterwasser ist ja auch alles etwas verschwommen. Irgendwie wollte ich aber meine Leidenschaft zur Nähmalerei noch im Stoff integrieren. Mein ursprünglicher Plan, die Meerwellen in kleinen kurzen Strichen aufzudrucken, hatte ich schnell nach dem zweiten Druckvorgang verworfen. Erstens, weil mir der Stoff ohne Wellenlinien gut gefiel und zweitens, meine Kraft und auch die Zeit ließen einen weiteren Druckvorgang einfach nicht mehr zu. So habe ich jeder Tauschpartnerin zum Abschluss drei Zauberunterwasseralgen mit Nähmalerei auf ihr Soöffstück gestickt.


Damit konnte ich die gröbsten Druckmängel ein wenig ausbessern ;-))).
Mit dem Probedruckfisch und den selbstgebastelten Umschlägen aus alten Atlasseiten,



sowie einem bezaubernden Spruch von Jacques Gusteau,


konnten hoffentlich alle meine Tauschpartnerinnen auch mein Stöffchen in den Händen halten.
Ich freue mich sehr, dass ich mich für die Frühlingspost angemeldet habe, 
denn es hat riesengroßen Spaß gemacht und ich habe viel dazu gelernt. 
Aber so ganz vorbei ist unsere Aktion ja noch gar nicht,
denn die Stöffchen sollen nun auch in einem Projekt vereint bzw. zusammengenäht werden.
Ich bin sooooo gespannt, was sich die einzelnen Teilnehmerinnen einfallen lassen.
Leider werdet ihr auf mein Endergebnis noch warten müssen,
denn ich werde nächste Woche wahrscheinlich operiert 
und muss für eine gewisse Zeit
eine Pause einlegen ;-(.


Aber eine Idee für meine Umsetzung mit den Stoffen habe ich schon ;-)))).

 Druckfrische Rochengrüße
aus dem zauberhaften Meer, dem "Netz voller Wunder"
sendet

Karin

 verlinkt mit Frühlingspost 2016, verspätet zum Fisch am Freitag,




Freitag, 5. Februar 2016

Ein Plattfisch als Lesezeichen

und Katzenbeförderungsmittel ;-))))



Am Mittwoch habe ich ein kleines Geschenk für ein großes Geburtstagskind überreichen dürfen.
Weil sie sich über das selbstgemachte Geschenk gefreut hat,
schwimmt der Fisch nun auch schnell zum Freutag hinüber.



Das Jubelkind liebt das Angeln und so dachte ich, dass ich ihr ein Fischlesezeichen entwerfe. 

Passend zum PlattfischLesezeichen gab es ein wunderschönes Buch mit vielen traumhaft schönen Fischmodellen zum Ausmalen, Meditieren und zur Ruhe kommen.


Außerdem hat mich das flache Bild des Fisches inspiriert. Wie wäre es, wenn eine Katze auf dem Fisch durch das Netz, ähm Meer, surft?



Dann ruft sie dem Plattfisch natürlich zu, dass er sich beeilen soll. 
Sie will doch ganz schnell zur Fischsammlerin: andiva.


Außerdem entstehen mithilfe des Computers witzige Bilder,
die etwas verspätet noch zum MusterMittwoch von Michaela wandern;-)))). 
Frau Müllerin angelt doch diesen Monat alle Katzen-


und Fischmuster ;-)).


Was würde eure Surfing Cat wohl dem Plattfisch zurufen?

Musterhafte FischFreitagsgrüße
sendet Euch

Karin