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Sonntag, 2. Dezember 2018

Erst eins ... der Novemberstickrahmen

am Ersten Advent -
Mein neuer außergewöhnliche Adventskranz


Sicherlich warten schon viele von Euch auf einen neuen Beitrag von mir. Es tut mir wirklich leid, aber der Alltag hält mich oft so gefangen, dass ich einfach nicht mehr zum Schreiben komme. Gerade eben habe ich bemerkt, dass ich meinen Artikel zur Sommerpost zwar angefangen, aber leider nie beendet habe. Ohhhh je und morgen bin ich schon mit meiner Adventspost dran ....
Außerdem bin ich mit meinen Stickrahmen für das Jahresprojekt von Mareike @rundherumblog und mir sehr in Verzug. Mir bleibt nun noch ein Monat Zeit, um die drei fehlenden Stickrahmen anzufertigen, das heißt, ihr dürft euch hoffentlich in diesem Monat wieder über mehr Beiträge von mir freuen ;-)). Auch Mareike ist mit den Weihnachtsvorbereitungen so beschäftigt, sodass sie ebenfalls nicht pünktlich ihre Stickrahmen anfertigen konnte. Puuuuhhh, ich denke immer, dass nur mich der Alltagsstress überkommt .... so bin ich natürlich sehr gespannt, wie ihre Stickrahmen zum Ende des Jahres aussehen werden. Leider, leider gibt es in diesem Jahr auch keinen genähten Adventskalender von mir. Auf Instagram möchte ich euch dafür jeden Tag eine Markmakingkarte von mir zeigen. Bei meinen Experimenten und ersten Versuchen zur diesjährigen Adventspost habe ich viele Unikate entworfen, die ich euch in der Adventszeit gerne zeigen möchte.

Nun aber schnell zu meinem Novemberstickrahmen Anfang Dezember ;-))). Als ich das Thema: "Dunkelheit" las, war sofort klar, dass ich mit einer alten dunklen Jeans arbeiten möchte. Damit lässt sich doch sehr gut einen Sternenhimmel darstellen. Und das Markmakingthema der Adventspost gab mir durch meine ersten Versuche noch den richtigen Ansatz: Mit weißer Acrylfarbe und einer Zahnbürste konnte ich viele kleine Punkte - kleine leuchtende Sterne aufspritzen.


Mit Nähmalerei und bronzefarbigem Glitzergarn habe ich noch einige Sterne aufgemalt 
und einen recycelten Reißverschluss eingefügt. Bewusst habe ich ihn schräg eingesetzt,
sodass er auch eine "Sternschnuppe" symbolisiert.


Öffnet man den Reißverschluss befindet sich dahinter - aus einer alten
Warnweste meiner Kinder - ein grell leuchtender Hintergrund.
Gerade jetzt in der dunklen Jahreszeit ist es so wichtig, dass wir 
mit auffallender Kleidung am Straßenverkehr teilnehmen.
Unsere Bekleidungsindustrie hat inzwischen die Bedeutsamkeit erkannt und
mit witzigen Details und Applikationen unsere winterliche Kleidung aufgepeppt.
Dennoch haben meine Zwillinge ihre Warnwesten bis zur 4. Klasse getragen.
Mal gespannt, wie das bei meiner Jüngsten werden wird ;-)).

Und natürlich kann man in dem Geheimfach auch super gut
- ein Leuchten - 
verstecken oder aufbewahren ;-))).
Wie wäre es mit einem Adventskranz-Stickrahmen?


Mithilfe der eingenähten Magnete wird bestimmt 
jeden Sonntag eine neue Kerze brennen;-))).





Von hinten sehen meine Wollfilzkerzen mit den genähmalten Zahlen
fast wie Christbaumkugeln aus ;-))).


Doch am ersten Advent soll zunächst eine Kerze uns erleuchten.

Ich hoffe ihr hattet einen erholsamen ersten Advent
und genießt noch die Abendstunden.

Leuchtende Adventsgrüße
sendet Euch

Karin




Freitag, 1. Juni 2018

FrohLOCKEnde Spatzen im

Maistickrahmen


Als ich das Maithema "Spatz" für unser Jahresstickrahmenprojekt bei Mareike las, da fiel mir doch sofort das Gedicht von Christian Morgenstern: "Die drei Spatzen" ein. Mein Sohn Sam musste dieses Gedicht während seiner Grundschulzeit auswendig lernen. Am Ende konnte nicht nur er die Zeilen ;-))). Während ich allerdings die einzelnen Verse heute nicht mehr im Einzelnen widergeben kann, behalten Kinder sehr lange - meist sogar ein Leben lang - ein intensiv gelerntes Gedicht. Und gerade künstlerisch, lässt sich dieses bezaubernde Wintergedicht ganz leicht sehr ausdrucksstark umsetzen. Ich glaube, dass dieses Gedicht als Bild umgesetzt, nochmals das Behalten und das Festsetzen im Langzeitgedächtnis fördert. Im Netz findet ihr zahlreiche Kinderkunstwerke dazu. Mmmmh, soll ich dazu auch meinen Maistickrahmen gestalten? Klar, denn dann habe ich direkt ein wunderbares Anschauungsmodell für meine KunstAG Kinder im kommenden Winter ;-))).


Wer aber schon länger das Projekt von Mareike und mir verfolgt, weiß, so leicht mache ich es mir dann doch nicht ;-). Ich übertrage ja gerne meine Stickrahmen auf unsere ganz persönliche Lebenswelt. Deshalb saß ich in der letzten Woche mit meinem Mann zusammen und wir dichteten unser eigenes und ganz persönliches Spatzengedicht. Unsere Kinder sind nämlich unsere ganz persönlichen Spatzen ;-))).


Und passend zum Gedicht habe ich auch meine drei Spatzen für den Maistickrahmen umgesetzt: Grün als Lieblingsfarbe und mit einem Saxophon unter dem Flügelchen für Sam, zartes Rosebraun und das Klavier für Mina und das Dunkelblau mit der Gitarre für Tim.


Im Innern der Spatzenkörper ist ein Magnet versteckt, sodass die drei Spatzen nach Belieben auf dem leeren Haselstrauch, der übrigens zu einem Teil aus einer ersten gehäkelten braunen Stoffkette von Mina und zu einem Teil aus Stoffresten einer braunen Jeans besteht, umherfliegen können. 


Die drei Spatzen, die aus farbigem Filz und Papierdrahtbeinen zusammengestellt sind, können aber auch auf der Rückseite des Rahmens ein liebes Briefchen finden ;-)). Ürsprünglich ist diese Seite für   Michaelas Mustermittwoch entstanden. Sie hat als Maimusterthema Bäume ausgesucht und ich wollte dazu eine genähte Variante zeigen.


Während die Baumwipfel aus farbigem Garn mit der Maschine genähmalt wurden, sind die Baumstämme kleine Verstecke, in denen sich sehr leicht Gedichte oder selbstgeschriebene Briefchen aufbewahren lassen. Schnell bringt ein Spätzchen die Zeilen zur Vorderseite:



Wer Spaß hat, eine musikalische Umsetzung mit der Flöte zu hören, der kann sich gerne das passende Video zu meinem neuen Maistickrahmen anhören ;-)). Flöte spielen dabei Mina und ich im Duett ;-). 


Noch ein kleiner Hinweis: die Jeansreste im Hintergrund sind von einer lieben Bloggerin (die heute übrigens Geburtstag hat und der ich hiermit alles, alles Liebe zum Geburtstag wünschen möchte). Mit ihr habe ich zusammen außergewöhnliche Recyclingkissen genäht. Das hat mir sehr viel Freude bereitet und so habe ich mich während der Ausarbeitung des Stickrahmens auch sehr an die gemeinsame Zeit erinnern können. Leider hat sie ihren Blog wegen des neuen Datenschutzgesetzes vorübergehend geschlossen (mein lieber Ehemann hat sich mit den neuen Regelungen und Gesetzen auseinandergesetzt, sodass ich meinen Blog weiterführen kann. Ich danke ihm von Herzen dafür und hoffe, dass auch die vielen, sehr lesenswerten Blogs, die leider im Moment ihre Artikel abgeschaltet oder auf privat gesetzt haben, sich auch ganz bald durch den Datendschungel gearbeitet haben, um weiterschreiben zu können).

Nun pfeifen euch die drei Spatzen aus dem Holunderrahmen zu:


das Jahresstickrahmenprogramm von Mareike und mir gibt noch keine Ruh ;-))).
Im Juni wird uns der "URSPRUNG" gefangen nehmen,
ob wir diesem eine neue Gestalt geben?
 Mareike zeigt einen Plotterspatz,
ein individueller und sehr schöner Schatz ;-). 

Rückblickende Maispatzengrüße
pfeift euch
Karin
heute zu.





Freitag, 17. November 2017

Warum ich nähe und blogge!

Ein Blick hinter LOCKwerkE

Als mich die Anfrage von Mareike erreichte, ob ich nicht Lust hätte an der BlogHopTour "Warum ich nähe und blogge" von Ronja (just sewn) und ihr mitzumachen, war ich sofort begeistert. Mareike habe ich doch durch das Bloggen kennen gelernt und nun verbindet uns schon (fast) 3 Jahre das gemeinsame Stickrahmenjahresprojekt.


In diesem Jahr suchen wir beide abwechselnd drei Begriffe pro Monat aus,
die wir dann in einem Stickrahmen umsetzen.
Das ist ganz schön spannend, denn gerade die unbekannten Begriffe sind sehr reizvoll.
Oftmals stöhne ich am Anfang und weiß gar nicht, wie ich überhaupt beginnen soll.
Umso überraschter bin ich meist über mein eigenes Ergebnis.
Ganz aufregend ist es natürlich auch immer zu sehen,
was meine Partnerin Mareike für ein neues Kunstwerk geschaffen hat.
Die drei neuen Begriffe für November durfte ich vorgeben:
Inspirationsquelle - Blogname - Lieblingstechnik.
Ich habe sie bewusst für diese BlogHopTour ausgesucht,
um mich bzw. meinen Blog und meine Nähleidenschaft in einem Stickrahmen vorzustellen.


Aber wie kam ich eigentlich zu meinem Blog?
Während des wöchentlichen Tanzunterrichts bin ich von meiner heutigen Freundin Nadelfee auf meine selbstgenähte Handtasche angesprochen worden: "Nähst du auch?", "Naja, ich habe früher viel mit meiner Mutter genäht und ich habe nach langer Zeit mal wieder einen Kurs besucht. Nur so ab und zu, aber ich würde sehr gerne mehr nähen, wenn es meine Zeit erlauben würde." lautete damals meine Antwort. Schnell kamen wir ins Gespräch, lernten uns besser kennen und so entwickelte sich bis heute eine feste Freundschaft. Meine Freundin machte mich auf Wettbewerbe aufmerksam und meinte, dass ich meine vielen Ideen (egal ob genäht oder gemalt) unbedingt auch präsentieren müsse. Ihr Blog, ihre Tipps und letztlich auch ihre Überredungskünste verringerten meine anfängliche Skepsis immer mehr. Der Auslöser für die Eröffnung meines Blogs war schließlich ein Wettbewerb, um meine Jeansmonster an dem Wettbewerb teilnehmen lassen zu können.


Seitdem ist viel ins Rollen gekommen und ein Leben ohne meine Kreativität auszuleben, könnte ich mir auch gar nicht mehr vorstellen: die Teilnahme an weiteren Wettbewerben, ganz viele neue Freundschaften, erste Veröffentlichungen in Zeitschriften, neue Jobs (zwar sind das viele ehrenamtliche Tätigkeiten, aber wer weiß, vielleicht ergeben sich ja weitere Möglichkeiten), die Entwicklung meines Projektes: das Kreative Vorlesen sowohl in unserer Stadtbibliothek als auch in der Familienbildungsstelle Sankt Augustin, die Leitung zweier KunstAG´s an der Grundschule meiner Tochter, die Gestaltung zweier Bühnenbilder für Kulturprojekte (Mutathe), die Entwicklung von LOGOs, die Ausarbeitung von verschiedenen Kreativveranstaltungen in unserem Kindergarten .... (wirklich unglaublich, wenn ich das alles mal so aufliste). 


Seit 2014 entwerfe ich jedes Jahr einen Stoffpostkartenadventskalender und auch in diesem Jahr stecke ich mitten in den Vorbereitungen ;-)). 
Meine Ausbildung als Kunstpädagogin hilft mir natürlich enorm weiter und durch das Lehramtstudium werden mir auch viele Türen geöffnet. So kann meine Leidenschaft kreative Ideen selbst auszuprobieren und sie mit anderen Menschen zu teilen und vor allem mit Kindern auszuprobieren und weiterzuentwickeln auf vielfältige Weise blühen wachsen und Früchte tragen. Gerade der Austausch mit anderen Bloggerinnen bringt mich immer wieder auf neue Ideen. Seit ungefähr einem halben Jahr bin ich nun auch auf Instagram regelmäßig unterwegs. Die unzähligen Bilder, die ich mir (fast) täglich anschaue, inspirieren mich so sehr, dass mein Leben nicht ausreichen wird, um die gesammelte ToDoListe realisieren zu können ;-). Und doch kommen täglich neue "Spinnereien" (ganz liebevoll gemeint) dazu und meine Sammlung wächst und wächst. Es kribbelt regelrecht in meinen Fingerspitzen und das Bild erfasst mich dann so sehr, dass ich alles stehen und liegen lasse, um sofort damit anzufangen. Deshalb herrscht bei mir auch immer das sogenannte "Kreative Chaos" ;-))).


Ein Bild von meinem Kreativraum kann ich euch wirklich nicht zeigen, denn im Moment ist er wegen Überfüllung geschlossen ;-). Mein Sohn Sam sagt schon immer zu meinem Mann: "Die Mama braucht ein eigenes Atelier". Ach das wäre schöööön und so ein kleiner (ähm - hüstel - großer Traum von mir). Mein Arbeitsplatz ist eigentlich immer in unserem Wohn- und Essbereich. Ich glaube es gibt keinen Tag in der Woche, an dem unser Tisch frei geräumt ist (außer wir bekommen Besuch ;-))).


Viele virtuelle Freundschaften sind inzwischen durch Begegnungen, gegenseitige Besuche, Workshopteilnahmen, Bloggertreffen, gemeinsame Messebesuche und sogar schon durch eine gemeinsame Urlaubsreise so gewachsen, dass sich mein Leben sehr geändert hat: Es ist bunt und voller Leben, ständig etwas los, aber auch immer in Weiterentwicklung. Stillstand und Langeweile gibt es nicht und das gefällt mir richtig, richtig gut. Nur wenn wieder mal ein Test und eine Arbeit nach der anderen in der Schule meiner Kinder (und das kommt bei drei Kindern schon häufiger vor) geschrieben werden, gelange ich an meine Grenzen. 
Die lieben und netten Kommentare sind jedoch dann das Salz und/oder das Herz eines jeden Bloggers. Mein Herz wird weit bei den vielen liebevollen Worten, die ich bisher erhalten habe und dafür danke ich an dieser Stelle ganz besonders. Wie im wirklichen Leben, wo wir nach Lob suchen und uns oftmals viel Kritik entgegenströmt, bietet das Bloggen völlig andere Möglichkeiten zur Entfaltung. Ich habe so viele positive Erfahrungen bisher machen dürfen, dass ich jedem, der vor der Entscheidung steht, fange ich meinen eigenen Blog überhaupt an, nur sagen kann: "Versuche es, wage den Schritt und dann schau selbst, ob es das Richtige für dich/euch ist."


Ein unglaublich wichtiger Punkt ist meine Lieblingstechnik: das Nähmalen. Durch diese Technik kann ich eine Illustration auf Stoff bringen und einen eigenen Stil finden. Die Bilder mit der Nähmaschine zu gestalten ist so erfüllend und wenn mir eine ausgebildete Schneiderin dabei über die Schulter schauen würde a) mit welcher Maschine arbeite (siehe Foto oben) und b) nach welcher Methode ich dabei vorgehe, ich glaube, sie würde mir eine neue Maschine sponsorn ;-)). Aber ich liebe die Maschine meiner Mutter. Sie hat sie mir als ich auszog mitgegeben, sie kenne ich seit meiner Kindheit und daran hängt mein Herz. Leider sehe ich meine Eltern nicht so oft und irgendwie ist meine Mama dann bei mir. Natürlich freue ich mich, wenn ich bei einer Nähfreundin an einer modernen Maschine sitzen darf und oft fahre ich auch nach Hause und denke: "Ach das ist schon toll, welche Möglichkeiten ich mit einem neueren Modell hätte". 


Kreativ bin ich schon immer gewesen und Kunst war auch mein Lieblingsfach in der Schule.
Am Gymnasium konnte ich sogar meine ersten Kunstwerke an Freunde verkaufen.
Nach meiner Ausbildung als Bauzeichnerin, konnte ich im Kunststudium verschiedenste Techniken und Kunstrichtungen kennenlernen. Die Zeit des Referendariats an einer Realschule, meine ersten Lehrerjahre, die Geburt meiner Zwillinge, der Hausbau und dann meine Berufstätigkeit, ließen viele Jahre leider kaum Platz für die eigene künstlerische Entfaltung. Erst mit der Geburt meines dritten Kindes bin ich mit stolz Hausfrau oder wie heißt es so schön:
manage ich ein kleines, aufstrebendes Familienunternehmen ;-)))).
Wer meinen Blog verfolgt, der weiß, wie viel Liebe und Arbeit ich in den letzten Jahren hier hineingesteckt habe, denn ganz viele Ideen bekomme ich mit, durch und von meinen Kindern ;-)). Bloggen, nähen und kreativ sein erfüllen mich und bieten mir 
die perfekte Möglichkeit mich zu entfalten.

Nun merke ich, dass dieser Blogpost sehr lang geworden ist. 
Ich denke, dass ich den Novemberstickrahmen in einem zweiten Teil genauer vorstellen möchte
und hoffe, dass ihr dann auch wieder dabei seid. 

Ich danke Euch fürs Mitlesen
(vor allem denjenigen, die es bis zum Ende geschafft haben ;-)))),
für die vielen lieben Worte (insgesamt unglaubliche 3275 Kommentare),
für die Freundschaften und Treffen
und
Danke, dass ich bei dieser wundervollen BlogHopTour dabei sein darf


Hier nochmals alle Tourdaten:
01.11.2017 Mareike von Rundherumblog
03.11.2017 Karin von Grüner Nähen
05.11.2017 Ines von Naehzimmerplaudereien
08.11.2017 Tina von Tina Blogsberg
10.11.2017 Gabi von made with Blümchen
12.11.2017 Melanie von Melinoliesl
15.11.2017 Susanne von nahtlust
17.11.2017 Karin von LOCKwerkE
19.11.2017 Maika von Maikaefer16
22.11.2017 Sandra Eule im Schlafanzug
24.11.2017 Ronja von just sewn

Herzlichst

Karin

verlinkt mit Freutag, 

Montag, 2. Oktober 2017

Seerosen im neuen Stickrahmen

nach dem Vorbild des Künstlers Monet 

Was lange währt - wird endlich gut. Ich glaube dieses bekannte Sprichwort trifft auf meinen neuen Stickrahmen wirklich gut zu, denn mein neues Werk ist tatsächlich mein Augustrahmen. Da wir im August mit der Familie viel unterwegs und den Sommer so richtig genossen haben, ist mein Stickrahmenjahresprojekt ein wenig liegen geblieben. Allerdings habe ich mir in den Ferien ein witziges Schmuckstück aus dem Mini Poshi Rahmen, den mir Mareike im letzten Jahr geschenkt hatte, ausgearbeitet. So haben Mareike und ich einfach einen Monatstausch beschlossen ;-))). Mein Septemberrahmen gab es also pünktlich zu Beginn des letzten Monats und mein Augustrahmen kommt stattdessen erst jetzt. Der gute Wille, dass ich es pünktlich zum Ende des Monats schaffe, war wirklich da. Aber ich bin für eine kranke Freundin eingesprungen und mit meiner lieben Nähfreundin Nadelfee zu einem unglaublich genialen Konzert von Lars Redlich gefahren. Da ist mein Stickrahmen und vor allem der Text dazu dann doch leider wieder liegen geblieben. Aber der Abend war einfach super klasse und wieder so voller Eindrücke, dass ich neue Ideen für ein nächstes Stickrahmenjahresprojekt habe. Bin gespannt, was Mareike dazu sagen wird ;-))).


Mareike hat es mir mit ihren Augustbegriffen: Reißverschluss, Löcher, gewunden wirklich schwer gemacht. Ich habe mir den Kopf zerbrochen und Skizzen angefertigt: von gruseligen Monstern mit verzerrten Reißverschlussmündern (ähnlich meinem ersten genähten Monster hier auf dem Blog) zu unbekannten Insekten, die sich verpuppen über Spardosen als Geburtstagsgeschenk für meine Jungs bis hin zu  ....



ja, bis hin zu einem Künstler, den ich schon letztes Jahr in den Fokus meiner Stickrahmenreihe stellen wollte. Wer meinen Blog schon länger verfolgt, der weiß, dass ich im letzten Jahr verschiedene Künstler nachgearbeitet habe, um einerseits den Künstler genauer kennen zu lernen und andererseits seine Ideen (teilweise auch die Techniken) nachzuspüren. So nebenbei entsteht neben unserer außergewöhnlichen Stickrahmenwohnzimmerwand auch ein Anschauungsmodell für meine kreativen KunstAGStunden in der Grundschule ;-).
Monets Vorliebe für Gärten und vor allem seine Seerosenbilder sind weltweit bekannt. Er fasziniert damit unglaublich viele Altersstufen und vor allem mich ;-)). Bis fast zum Ende des Monats wusste ich nicht, dass mein neuer Stickrahmen sich genau diesem Thema widmen wird, so sehr habe ich gegrübelt. Doch nun kann ich euch stolz meinen Augustrahmen präsentieren:


Begonnen hat alles mit einem Stück Jeans und etwas Spitze, die ich von meiner Mutter geschenkt bekommen habe. Oft schneide ich das Hosenbein so zurecht, dass eine Naht sichtbar bleibt. Zu Beginn hatte ich bereits die Idee, dass ich diese Naht auftrennen und einen Reißverschluss einsetzen könnte. Ohne genau zu wissen, wie der Stickrahmen zum Schluss aussehen wird, habe ich mich anfangs treiben lassen. Die zurechtgeschnittene Jeans sowie Mamas Spitze lagen aufeinander und ich habe sie mit dem permanent Spray von Edding, die eigentlich mein Sohn zum Geburtstag geschenkt bekommen hat, in den Farben Petrol und Mint eingesprüht.


Ich finde es super spannend, wenn man eigentlich noch nicht so genau weiß, was da eigentlich entsteht. Doch die beiden Materialien haben mich sofort an Wasser erinnert. Daraus lässt sich doch vielleicht ein Teich gestalten. Mmmh, wenn man dann den Reißverschluss öffnen könnte, da könnte man sozusagen unter die Wasseroberfläche schauen ....


Was gibt es dort zu entdecken? Fische, Muscheln, Perlen .... Ideen gibt es da reichlich. Ein Blick in die Stoffe, die ich mit Gelantinedruck auf der TextilArt in Berlin bedruckt habe, und ich fand sofort ein passendes Stöffchen .... eigentlich nur ein Abdruck von Farbresten der Gelantineplatte meiner Freundin Carmen (roetsch). Bevor sie ihre Platte säuberte, habe ich noch schnell diesen abstrakten Stoffabdruck abgerieben (die Farbe ist doch viel zu schade zum Wegwischen ;-)))


Erkennt ihr auch die Fische (ziellos aufgetragene Farbe) und die Blubberblasen (mit Gummiringen erzeugt) im Stoff? Das ist doch der perfekte Hintergrundstoff für meinen See. Genial wäre dann noch ein zusätzlicher Müllerinnenfisch .... mmmh, da habe ich doch bestimmt einen in meiner Kartensammlung .... ja genau, aus dem Postkartenjahr 2014 von Michaela, die Karte Nr. 266 (hier könnt ihr noch mal Michaelas gesamte Jahrespostkartensammlung sehen). 


Bevor in dem Löcherteich jedoch die Seerosen erblühen, muss nach Monets Vorbild unbedingt noch das Glitzern der Wasseroberfläche nachgearbeitet werden. Zum Glück hat mich meine Freundin Nadelfee eingeladen, um mit ihr zusammen die Trauerweidenstränge aus Filz zu gestalten. Als die einzelnen Filzstränge aus unterschiedlichen Grün- und Blautönen in der Sonne trockneten, gestaltete ich aus weißen Gardienenreststücken und Filzwolle die Wasseroberfläche.


Gemeinsam macht das Filzen so viel Freude, sodass ich gar nicht mehr aufhören konnte und die Zeit viel zu schnell verging. Die Idee noch einige blaue Streifen aufzufilzen und durch die Spitze zu fädeln, hatte meine Freundin. Mit einer kleinen Nähhilfe (Zange) konnte ich die Filzwolle sehr gut in der Spitze verweben und später dann mit der Nadel auffilzen.


Mit diesem Teich als Grundlage war ich nun sehr zufrieden.


Nachdem die gefilzten Trauerweidenstränge festgesteckt waren,
habe ich sie mit der Nähmaschine angenäht.


Mit dem Nähen der Reißverschlussröschen und der Seerosenblätter
 begann die eigentliche Arbeit ;-))).
Ich gebe zu, dass ich diese Handarbeit völlig unterschätzt habe
und sogar die letzten Seerosenblätter noch vor dem Konzert fertig gestaltete ;-))).


Und das Aufnähen auf den Stickrahmen hat mich dann 
noch einmal einen ganzen Nachmittag beansprucht ;-))).
Teilweise haben die Seerosenblätter noch eine typische Struktur mit Nähmalerei bekommen.


Mit dem Ergebnis bin ich nun sehr zufrieden.
Auch mein Mann und meine Kinder meinen,
dass das einer meiner besten Stickrahmen geworden ist.


Nicht zuletzt, wegen der Möglichkeit den Teich zu öffnen ;-)))


Und was kann man neben dem Fisch noch in diesem Teich angeln?
Ihr habt es bestimmt schon entdeckt, oder?
Kunst ist bekanntlich wertvoll
und mein Auguststickrahmen ganz besonders ;-))).
Fehlt nur noch der nötige Sponsor, der mir diesen Rahmen
so prall füllt, damit ich auch noch in den nächsten Jahren
alle meine Ideen umsetzten kann ;-))).
Ich hoffe, ihr mögt diesen Rahmen auch,
dann freue ich mich riesig über eure Kommentare.

Gewundene Seeröschengrüße
aus dem Fischteich

sendet Euch

Karin

verlinkt mit Mount Denim Ade, Stoffresteverwertung, 















Freitag, 1. September 2017

Pünktlicher Septemberstickrahmen

statt des erwarteten Augustrahmens

Einige von euch haben sicherlich schon in den letzten Tagen mehrmals meinen Blog besucht, um meinen Auguststickrahmen zu sehen. Leider muss ich heute gestehen, dass ich diesen Rahmen nicht fertig habe. Mareike hat drei wundervolle Begriffe gewählt: Reißverschluss, Löcher und Gewunden. Dennoch hat es nicht so richtig "gezündet" und meine Ideen ließen auf sich warten. Stattdessen habe ich mir vor dem Sommerurlaub den Ministickrahmen, den mir Mareike im letzten Jahr geschenkt hat, vorgenommen und umgesetzt. Deshalb habe ich mit meiner Jahresstickrahmenpartnerin vereinbart, dass ich euch heute zuerst meinen Septemberrahmen präsentiere. Ich tausche nun einfach die Monate und habe für den Augustrahmen noch ein wenig mehr Zeit. Das hilft mir im Moment sehr. 



Eigentlich haben Mareike und ich in diesem Jahr festgelegt, zuerst drei Begriffe zu wählen, um dann damit einen individuellen Monatsstickrahmen zu kreieren. Aber dieses Mal ist meine Melone bereits fertig und ich wähle die Septemberbegriffe für Mareike nun ganz exclusiv auf meinen Minirahmen abgestimmt: 
Fruchtig, Pailletten, Schmuckstück

Ich bin nun sehr gespannt, welche Kreation Mareike uns damit vorstellen wird. Ich habe mir ihren Auguststickrahmen noch gar nicht angesehen, damit ich ganz unbeeinflusst von ihrem Ergebnis meine Ideen entwickeln kann. Obwohl ich total neugierig bin, denn ihre Ergebnisse gefallen mir immer so sehr. Für das Warten werde ich sicherlich am Ende belohnt. Nun aber zu meinem Rahmen. Schon lange wollte ich mir eine Kette als Stickrahmen werkeln, denn unser Stickrahmenprojekt befindet sich nun bereits im dritten Jahr. Was passt besser als diese Liebe in einem selbstkreierten Schmuckstück zu verdeutlichen?


Als Grundlage für mein süßes Früchtchen diente mir ein kleines Reststück meiner roten Lieblingsjeans. Mit Nähmalerei habe ich zunächst den Rand der Melone in zwei Farben gestaltet. Kurz vor dem Schließen des äußeren, dunklen Kreises, habe ich mit Füllwatte die Mitte der Melone ausgestopft. So lässt sich ganz einfach eine Erhebung andeuten. Zuerst wollte ich auch die Kerne der Melone "nähmalen". Allerdings wäre dann die Erhebung in der Mitte völlig verschwunden. So durchsuchte ich meine zahlreichen Restestoffstückchen und mein immer größer werdenes Sammelsurium an Nähmaterialien, die ich meist von lieben Freunden geschenkt bekomme, nach etwas Kernigem.



Schnell fand ich dieses Webband mit den schwarzen Paillietten. Ich trenne einfach einige Pailietten ab und wollte sie zunächst einfach flach aufnähen. Das hat mir aber nicht so recht gefallen. Doch als ich spontan einfach eine Pailliette zusammendrückte, war ich von dem Ergebnis absolut überzeugt. Das sind passende Kerne. 

Schnell nähte ich von Hand einige zusammengedrückte Paillietten unregelmäßig auf die Melonenmitte und befestigte das Mittelteil durch das Feststellen der Stickrahmenschraube.



Abschließend fehlt eigentlich nur noch ein passendes Lederband, um das fruchtige Schmuckstück auszuführen ;-))). Die Rückseite sollte eigentlich mit einer dünnen Holzplatte durch Kleben (am besten mit Heißkleber) verschlossen werden. Aus zeitlichen Gründen habe ich das vor unserem Sommerurlaub nicht mehr geschafft., aber natürlich musste diese Melonenkette mit. Was für ein Glück, dass ich meine angefangene Arbeit nicht beendet hatte, denn sonst hätte ich nicht bemerkt, dass sich die Kette während des Tragens schnell verdreht. Es wäre also besser noch eine zweite Seite zu gestalten ... wie wäre es mit einer Zitrone oder einer Limette oder .... wie würde eure Rückseite aussehen? Ich freue mich natürlich riesig über eure Vorschläge.
Mmmmh, mit einem Magnet im Mittelteil könnte ich sogar ein ganzes Fruchtkarusell als Innenleben für den Septemberstickrahmen kreieren. Nach Belieben oder Bedarf könnten dann die Seiten bzw. die Früchte ausgetauscht werden. Uiiii, das würde mir ja noch besser gefallen. Es bleibt also doch noch ein bisschen spannend, ob zu meiner Lieblingssommerfrucht - der Melone - sich noch andere leckere Früchtchen versammeln.

Fruchtige Melonengrüße
zum Sepetemberbeginn

schickt euch 

Karin


verlinkt mit Stickrahmenjahresprojekt, Resteverwertung, Bines Happy Jeans, Mount Denim Ade






Montag, 31. Juli 2017

Kakteen für den Julistickrahmen

Rosa - stachelig - Jeans

Die Julischlagwörter: "Rosa - stachelig - Jeans" durfte ich aussuchen. Klar, wenn Jeans dabei ist, dann muss das ja von mir kommen ;-). Ich gestehe, dass ich von Anfang an schon eine Idee vor Augen hatte. Schon lange gefallen mir gestickten Kakteenstickrahmen (besonders liebe ich die Arbeiten von sarahkbenning. Gerade bei Instagram oder Pinterest sehe ich soooo viele schöne Ideen, da wollte ich unbedingt auch einmal meine eigene Variante umsetzen. Aber wie das so ist, mit den eigenen Ideen, manchmal gestalten sie sich doch schwieriger, als es anfangs scheint ;-).


Aber wie ihr seht, habe ich es geschafft. Eine rosafarbene Kinderlieblingsjeans meiner Tochter sollte als Hintergrund dienen. Ich habe allerdings nicht bedacht, dass so eine kleine Hose in Größe 104 leider auch ziemlich schmale Beine hat. Zudem hatte die Hose in der Kniekehle nochmals eine Naht, was die Sache als Untergrund bzw. Stickuntergrund äußerst erschwerte. Die seitliche Hosennaht ist normalerweise kein Problem und ich liebe es ja auch die Seitennähte sichtbar zu lassen, denn dann wird dem Betrachter bewusst, dass die Jeans recycelt wurde. Nun drehte, wendete und zog ich die Kinderjeans so lange, bis sie in den Stickrahmen passte.


Als Nächstes habe ich Papierkakteen ausgeschnitten und auf dem Rahmen platziert. 
Ob dies nicht zu viele Kakteen werden? Beim Zurechtschneiden bemerkte ich schnell,
da muss ich mich doch noch etwas reduzieren ;-))).


Aus vielen verschiedenen Stoffen habe ich die Kakteen 
ausgeschnitten und mit Vliesofix aufgebügelt. Neben Jeans kam ein besonderes 
Stöffchen aus dem Kreativsommer vom letzten Jahr sowie
ein Stück Stoff, das ich auf der Textil-Art in Berlin mit der Gelliplatte bedruckt habe,
zum Einsatz.


Um den Vordergrund ein wenig zu betonen, habe ich die vorderen Kakteen und Blätter
dreidimensional ausgearbeitet. Während der Kaktus mit mehreren Lagen Vlieseline H 220 
unterlegt wurde, habe ich die Blätter links im Bild mit Zickzackstich von zwei Seiten zusammengenäht, um sie anschließend mit wenigen Stichen am Stickrahmen zu befestigen.


Nun konnte ich alle Kakteen nach Belieben mit Nähmalerei oder Handstickerei verzieren.
Das hat mir wieder besonders viel Freude gemacht.


Bei einem Besuch bei meiner Mutter an der Mosel habe ich noch solche liebevollen Details
wie den Schmetterling, die beiden Stickblümchen und die Perlen ergattert.
Sie runden meinen Kakteenrahmen nun ab.


Ganz schön stachelig ist er geworden.
Ich mag ihn sehr, weil wieder einmal viele Erinnerungen darin zusammenkommen.
Wenn ihr aber glaubt, dass ich etwas stachelig geschaffen habe, 
dann müsst ihr unbedingt mal bei Mareike vorbei schauen.
Also ihr Julirahmen mit dem passenden Titel: "Aus dem Rahmen gestochen"
ist absolut stachelig 
und ich finde ihn traumhaft schön.
Nun bin ich natürlich gespannt, wie euch unsere neuen Stickrahmen gefallen.

Stachelige Juligrüße
sendet Euch

Karin