Dienstag, 3. Juli 2018

Junistickrahmen zum Thema Ursprung

... in jedem neuen Anfang wohnt ein Zauber
oder 
nie mehr auf der Suche nach dem Mutterpass ;-)


Bei unserem Junistickrahmenthema Ursprung habe ich eigentlich sofort an den Beginn des Lebens gedacht. Zwar kamen mir noch Gedanken in Richtung Schöpfungsgeschichte, Hochzeit und Beginn meines bzw. unseres Stickrahmenprojektes in den Sinn, aber für mich hat sich mein Leben mit den Kindern so geändert, dass ich mich für den Ursprung bzw. den Zauber des Lebens entschieden habe. 
Mit der Umsetzung habe ich es eigentlich sehr leicht gehabt. Und doch erscheint dieser Beitrag verspätet. Weil ich euch gerne meine Gedanken und Ideen zur Entstehungsgeschichte meiner Stickrahmen erzählen möchte, musstet ihr euch leider ein wenig gedulden. Bestimmt habt ihr auf Instagram schon entdeckt, dass wir in der letzten Woche sehr mit einem großen Zirkusprojekt der Schule, das sehr viel Elterneinsatz benötigte, beschäftigt waren. Auch haben meine Kinder unglaublich viele Proben, Auftritte, Feste und Feiern sowie Berufsorientierungstage, dass mich das sogenannte "Mama-Taxi" sehr beansprucht. Diese Zeitnot ist und wird wohl immer so vor den Sommerferien bleiben. Umso mehr freue ich mich heute Abend in Ruhe meinen Bericht zu verfassen.

Im Netz habe ich schon sehr viele Stickrahmen entdeckt und bewundert, in denen das Ultraschallbild eines Kindes nachgestickt wurde. Das hat mich sehr fasziniert. Doch auf der Suche nach den Bildern meiner Kinder, habe ich festgestellt, dass a) viele Ultraschallbilder meiner Zwillinge unauffindbar waren und b) so ein Stickbild ganz schön schwierig ist ;-). Zum Glück hatte ich meinen Eltern und Schwiegereltern einen lebenslangen Babysittergutschein entworfen, sodass ich noch ein ganz besonderes Bild meiner Zwillinge eingescannt hatte und für die Umsetzung meines Rahmens nutzen konnte.
Auf die Idee eine Transferpaste (das Universal-Transferset habe ich vor längerer Zeit in einem bekannten Discounter erworben) zu nehmen, um das Foto direkt auf einen Stoff zu übertragen, hat mich meine Freundin gebracht. Dieses fotografische Druckverfahren habe ich zum ersten Mal ausprobiert. Nachdem ich mit einem Laserdrucker das Bild spiegelverkehrt ausgedruckt hatte, wurde es auf den mit der Paste bemalten Stoff aufgelegt, von der Rückseite glatt gestrichen und 24 Stunden zum Trocknen gelegt. Am nächsten Tag konnte ich das Papier langsam Schicht für Schicht abrubbeln. Dabei habe ich das Abtragen des Papiers mehrere Male wiederholen müssen. Im Großen und Ganzen hat das ganz gut geklappt, lediglich an einigen Stellen hat sich der Untergrund etwas gelöst, sodass der weiße Stoff durchschimmert. Außerdem sollte man den bedruckten Teil nicht mehr knicken, oder mehrmals in den Stickrahmen pressen, weil die Farbe an den Knickstellen leider schnell abblättert. 
Das Leben mit Kindern stellt ja alles auf den Kopf, ein ursprünglich ruhiges Leben wird turbulent, laut, kräftezehrend, emotional und kunterbunt. Als ich schwanger war und meine Ärztin bei der Untersuchung so lange gebraucht hat, um etwas zu sagen, war ich irritiert. Dann ihr Satz: "Sie sind schwanger, aber schauen sie hier, es sind zwei Fruchthöhlen." Das hat mich überrascht, ich war sprachlos und verwirrt. Damit habe ich so gar nicht gerechnet. Sogleich sprach die Ärztin weiter, dass man nur einen Herzschlag sehen könnte und ich erst einmal abwarten müsse. So lagen zwei aufregende Wochen vor mir. Schnell gehörten die Zwillinge zu uns und ich hoffte sehr, dass dieser Wunsch Wirklichkeit werden könnte. 


Wie ihr seht, sind auf dem Ultraschallbild im Stickrahmen zwei Köpfe sichtbar und mein Traum ging in Erfüllung ;-). Unsere Zwillinge Sam und Tim wurden 2004 geboren. Sie haben unser Leben ganz schön umgekrempelt ;-)). Und als im Jahre 2010 noch unsere Mina das Licht der Welt erblickte (ihre Ultraschallbilder befanden sich noch alle in meinem Mutterpass), war und ist unsere Familie nun komplett.  


Ihre Ultraschallbilder können nicht mehr verloren gehen. Man kann sie wie ein Leporello aus der hinteren Tasche des Stickrahmens ziehen. Als hintere Wand habe ich natürlich wieder eine alte Kinderjeans meiner Zwillinge verwendet. Ein weiteres Mal habe ich die Naht sichtbar stehen gelassen und sie als passende Abgrenzung/Knickstelle für den Ultraschallbildstoff benutzt.

Ach, zum Schluss möchte ich noch klarstellen, dass ich nicht schwanger bin ;-))). Nicht, dass ihr durch die Bilder falsche Rückschlüsse zieht ;-). Den Mutterpass sollte man ja trotzdem immer gut aufbewahren und ich werde ihn zukünftig bestimmt nicht mehr verlegen, denn so ein besonderer Aufbewahrungsort hat bestimmt nicht jeder.


Zauberhafte Ursprunggrüße sendet Euch
Zwillingsmama und Dreifachmama

Karin

verlinkt mit dem Stickrahmenjahresprojekt von Mareike und mir.
Übrigens hat Mareike einen ganz wunderbaren Fuchs gezaubert
mit dem sie die Technik ihres allerersten Stickrahmens aus dem Jahr 2015 aufgreift.
Das müsst ihr euch unbedingt auch anschauen.
Füchse - ich hatte schon einmal die Idee ein ganzes Fuchsstickrahmenjahr zu machen -
vielleicht ein neuer Ursprung für 2019????




Montag, 18. Juni 2018

Frühlingspost Ade

Auf geht´s zur Sommerpostanmeldung!


Nun neigt sich der Frühling dem Ende zu


und der Sommer naht mit großen Schritten.
Nicht nur die Temperaturen steigen, die Natur sprießt und wächst
und man kommt mit dem Mähen der Wiese und dem Schneiden im Garten nicht hinterher.
Auch Klassenfeiern und Wandertage, Auftritte und Schulfeste kündigen die Sommerferien an
und Michaela und Tabea haben auf ihrem Postkunstwerkblog
ihre neue Sommerpostaktion gestartet.
Die beiden kreativen Köpfe wecken mit ihren Postkunstaktionen
immer wieder aufs Neue meine kreative Ader und ich freue mich schon sehr
auf die neue TraumReiseCollage
(hihi, die ersten Ideen sind schon skizziert).
Schaut doch mal rüber, vielleicht hast auch du Lust mitzumachen. 
Um aber noch den Frühling und die Frühlingspost abzuschließen,
zeige und berichte ich noch über meine Frühlingswalzendrucke. 
Ich habe meine Papiere in den Osterferien angefertigt,
obwohl ich erst den Abschluss unserer Gruppe 7 bildete.
Zunächst durchstöberte ich unser Haus nach geeigneten Walzen.
So richtig fündig bin ich leider nicht geworden,
deshalb habe ich versucht eigene Walzen herzustellen.
Nach dem beeindruckenden Walzendruck von Ute @textilewerke
habe ich mit meiner Tochter gemeinsam aus Moosgummi Tulpen ausgeschnitten
und auf eine Fusselrolle geklebt. Doch Mina nutzte die Rolle lieber als Mikro
oder noch besser als Spielgerät: wie wäre es mit einem leckeren Tulpeneis?


Das Drucken mit der Tulpenrolle überließ sie dann mir. Damit gestaltete ich nicht nur die Rückseite meiner Umschläge mit einem auffälligen Tulpenmuster, sondern auch einige Pappteller ;-)).
Die Idee die Pappteller als Postkarte zu verwenden bekam ich durch meinen Sohn Sam.
Er machte im Frühling ein Praktikum in einer Konditorei und brachte auf diesen Tellern immer wieder süße Kreationen mit. Mein erster Versuch war tatsächlich auch ein Recyclingprodukt.
Keine Sorge, für die Frühlingspost habe ich dann doch neue Teller verwendet ;-).


"Wie wäre es mit einem gemütlichen Frühlingspicknick?"
steht deshalb auch als Aufforderung an meine Gruppenmitglieder auf der Tulpenkarte.
Michaelas Baummustersammlung im Mai haben mich dazu inspiriert,
einen Zweig in den Teller zu stanzen.


Die Reste der Zweige fanden später auf den Umschlägen eine geeignete Verwendung.
Mmmhhh, aber wie wollte ich nun mein Walzenpapier gestalten?
Zunächst ging ich auf die Suche nach dem passenden Farbton.
Das von Michaela und Tabea vorgegebene Thema:
"Sanfter Morgentau"
erinnerte mich an Grau, Weiß, Grün, Rosé und Silber.


Als Nächstes durchstöberte ich meinen Materialfundus, 
um einen Untergrund  zur Bearbeitung eines Druckstocks zu finden.
Dabei fiel mir der Stapel dünner Styroporplatten mit Kinderkunstwerken aus meiner ehemaligen Klasse in die Hände. Die Schülerinnen und Schüler ritzten in diese Platten, wie sie auch von Schnellrestaurants zum Verpacken von Burgern benutzt werden, pflanzen- und tierartige Muster in Übergröße. Dabei schauten die Kinder durch ein Mikroskop und versuchten diese Bilder mit einem Bleistift in das Plastik zu ritzen. Ich habe einige Formen davon ausgeschnitten, weiter bearbeitet und mit Heißkleber auf eine Plastikflasche oder Papierrollen geklebt. 
(Kleiner Tipp: Wenn ihr die Plastikflasche mit Wasser füllt, lässt es sich später besser drucken.)

 

Die Eiform passte perfekt zu Ostern, wie auch der überdimensionale Käferkopf.
Auf meinem Walzendruck wirkt dieser zwar eher wie ein Hase und in Kombination mit dem Ei auch 
als Schnecke (wie Susanne @nahtlust diese identifizierte). Wie schön, dass die eigene Betrachtung von Kunstwerken viele unterschiedliche Deutungsmöglichkeiten zulässt.
Ich wollte ursprünglich einen Käferkopf darstellen, der sich zwischen dem Gras und den Blättern im frühen Morgentau versteckt. Er wagt nur mit dem Kopf einen ersten Blick in den frühen Morgen.
 Gerade die facettenartigen und übergroßen Augen der Käfer finde ich absolut beeindruckend und faszinierend. Der Morgentau jedoch vernebelt alles und lässt das Bild verschwimmen. Deshalb habe ich die gedruckten Werke mit einer Malerrolle und meiner zusammengemischten "Sanften Morgentaufarbe" überrollt. Leider ist dabei das schimmernde und glänzende des Käferkopfes auch verschwunden. Nur auf den Umschlägen habe ich den Kopf in Bronzegoldfarben klar gelassen.


So ganz war ich dann aber mit meinen Drucken noch nicht zufrieden. Da fehlte noch ein Muster und am liebsten hätte ich gerne viele Grasbüschel aufgedruckt. Aber, um die Käferköpfe und die Eier nicht noch mehr in den Hintergrund zu verdrängen, hätte ich große Flächen beim Drucken abdecken müssen, sodass ich passend zu den Tulpen eine Frühlingszwiebel mit Wurzeln und einigen Blättern aus Moosgummi entwarf, um sie anschließend mit einer mit Backpapier umklebten Backrolle in grellem Neongrün auf das Frühlingspapier aufzudrucken.


Auf der linken Seite seht ihr meinen Walzendruck, wie ich ihn an alle Frühlingspostler der Gruppe 7 verschickt habe. Die rechte Seite ist mein Versuch mit der der "Grasrolle". Damit die Käferchen sichtbar bleiben, habe ich mit schwarzem Fineliner neue Käfer kreiert. Dieses Einzelexemplar habe ich an Veronika @kreativhaexli geschickt, die mich auch während der Frühlingspostaktion mit einer ihrer wundervollen Kreativkompositionen überrascht hat. Ich danke abschließend nicht nur ihr, sondern auch allen Frühlingspostlern aus der Gruppe 7:
Sigrid (ohne Blog)
Alexandra (puppenmaenchen)
Maike (FrauGaebel)
Annette (ohne Blog)
Sybille (Wort-Kunst)


sowie den beiden Organisatorinnen Michaela und Tabea von ganzem Herzen
für die vielen Freuden, die mir alle bereitet haben.
Es hat so viel Spaß gemacht dabei zu sein.

Frühlingsabschiedsgrüße
schickt Euch

Karin

verlinkt mit Postkunstwerk








Freitag, 1. Juni 2018

FrohLOCKEnde Spatzen im

Maistickrahmen


Als ich das Maithema "Spatz" für unser Jahresstickrahmenprojekt bei Mareike las, da fiel mir doch sofort das Gedicht von Christian Morgenstern: "Die drei Spatzen" ein. Mein Sohn Sam musste dieses Gedicht während seiner Grundschulzeit auswendig lernen. Am Ende konnte nicht nur er die Zeilen ;-))). Während ich allerdings die einzelnen Verse heute nicht mehr im Einzelnen widergeben kann, behalten Kinder sehr lange - meist sogar ein Leben lang - ein intensiv gelerntes Gedicht. Und gerade künstlerisch, lässt sich dieses bezaubernde Wintergedicht ganz leicht sehr ausdrucksstark umsetzen. Ich glaube, dass dieses Gedicht als Bild umgesetzt, nochmals das Behalten und das Festsetzen im Langzeitgedächtnis fördert. Im Netz findet ihr zahlreiche Kinderkunstwerke dazu. Mmmmh, soll ich dazu auch meinen Maistickrahmen gestalten? Klar, denn dann habe ich direkt ein wunderbares Anschauungsmodell für meine KunstAG Kinder im kommenden Winter ;-))).


Wer aber schon länger das Projekt von Mareike und mir verfolgt, weiß, so leicht mache ich es mir dann doch nicht ;-). Ich übertrage ja gerne meine Stickrahmen auf unsere ganz persönliche Lebenswelt. Deshalb saß ich in der letzten Woche mit meinem Mann zusammen und wir dichteten unser eigenes und ganz persönliches Spatzengedicht. Unsere Kinder sind nämlich unsere ganz persönlichen Spatzen ;-))).


Und passend zum Gedicht habe ich auch meine drei Spatzen für den Maistickrahmen umgesetzt: Grün als Lieblingsfarbe und mit einem Saxophon unter dem Flügelchen für Sam, zartes Rosebraun und das Klavier für Mina und das Dunkelblau mit der Gitarre für Tim.


Im Innern der Spatzenkörper ist ein Magnet versteckt, sodass die drei Spatzen nach Belieben auf dem leeren Haselstrauch, der übrigens zu einem Teil aus einer ersten gehäkelten braunen Stoffkette von Mina und zu einem Teil aus Stoffresten einer braunen Jeans besteht, umherfliegen können. 


Die drei Spatzen, die aus farbigem Filz und Papierdrahtbeinen zusammengestellt sind, können aber auch auf der Rückseite des Rahmens ein liebes Briefchen finden ;-)). Ürsprünglich ist diese Seite für   Michaelas Mustermittwoch entstanden. Sie hat als Maimusterthema Bäume ausgesucht und ich wollte dazu eine genähte Variante zeigen.


Während die Baumwipfel aus farbigem Garn mit der Maschine genähmalt wurden, sind die Baumstämme kleine Verstecke, in denen sich sehr leicht Gedichte oder selbstgeschriebene Briefchen aufbewahren lassen. Schnell bringt ein Spätzchen die Zeilen zur Vorderseite:



Wer Spaß hat, eine musikalische Umsetzung mit der Flöte zu hören, der kann sich gerne das passende Video zu meinem neuen Maistickrahmen anhören ;-)). Flöte spielen dabei Mina und ich im Duett ;-). 


Noch ein kleiner Hinweis: die Jeansreste im Hintergrund sind von einer lieben Bloggerin (die heute übrigens Geburtstag hat und der ich hiermit alles, alles Liebe zum Geburtstag wünschen möchte). Mit ihr habe ich zusammen außergewöhnliche Recyclingkissen genäht. Das hat mir sehr viel Freude bereitet und so habe ich mich während der Ausarbeitung des Stickrahmens auch sehr an die gemeinsame Zeit erinnern können. Leider hat sie ihren Blog wegen des neuen Datenschutzgesetzes vorübergehend geschlossen (mein lieber Ehemann hat sich mit den neuen Regelungen und Gesetzen auseinandergesetzt, sodass ich meinen Blog weiterführen kann. Ich danke ihm von Herzen dafür und hoffe, dass auch die vielen, sehr lesenswerten Blogs, die leider im Moment ihre Artikel abgeschaltet oder auf privat gesetzt haben, sich auch ganz bald durch den Datendschungel gearbeitet haben, um weiterschreiben zu können).

Nun pfeifen euch die drei Spatzen aus dem Holunderrahmen zu:


das Jahresstickrahmenprogramm von Mareike und mir gibt noch keine Ruh ;-))).
Im Juni wird uns der "URSPRUNG" gefangen nehmen,
ob wir diesem eine neue Gestalt geben?
 Mareike zeigt einen Plotterspatz,
ein individueller und sehr schöner Schatz ;-). 

Rückblickende Maispatzengrüße
pfeift euch
Karin
heute zu.





Dienstag, 1. Mai 2018

Frühlingsboten

Die Tulpen


Auf Instagram konntet ihr meine neue Frühlungscollage zu der Mitmachaktion des Hauptverlages schon sehen. Leider hat die Verlinkung bzw. der Hashtag mit dem Hauptverlag nicht funktioniert. Deshalb zeige ich euch auf meinem Blog das Bild noch einmal und vielleicht möchtet ihr noch ein wenig zur Entstehungsgeschichte erfahren.

Meine Grundidee habe ich - wie eigentlich schon so oft - durch eines meiner Kinder bekommen. Mina musste in der letzten Woche das Gedicht: "Die Tulpe" von Josef Guggenmos auswendig lernen. So sprach sie diese wunderschönen Zeilen des Gedichtes hier "rauf und runter" ;-))). Eigentlich hatte ich sofort die Idee, dass ich das Gedicht in meiner KunstAG thematisieren und gestalten lassen könnte, aber da leider heute ein Feiertag ist und wir im Moment noch ein anderes Projekt begonnen haben, kann ich es leider nur auf meiner Ideenliste notieren. Mich haben die Zeilen so gekitzelt (ja, es hat wirklich in meinen Fingern gekribbelt ;-))), dass ich verschiedene Materialien auf meinem Küchentisch ausbreitete und einfach loslegte. Ein Probewalzendruck (den ich leider noch nicht hier zeigen kann) diente mir als Grundlage. Meine diesjährigen Kommunion- und Konfirmationskarten 

haben mich auf die Idee gebracht das Bild kreisförmig zu gestalten.


Verschiedene Washi-Tape-Bänder bilden den Himmel, die laaangen Tulpenstengel 
und die ganz persönlichen Tulpengesichter ;-)))).
Nun fehlte aber noch etwas im Bild und durch den Walzendruck und die
diesjährige Frühlingspost von Tabea und Michaela
wollte ich unbedingt den Morgentau einfangen.
Mit hellen Encausticfarben habe ich deshalb diesen ins Bild gebügelt ;-).


Gerade der partielle Wachsüberzug gibt der Rundcollage nun die besondere Aussagekraft.
Die letzte Zeile in dem Tulpengesicht von Guggenmos kommt deutlich zum Ausdruck:
"Da hat ihr der Frühling entgegen gelacht".

Mit einem Passepartout bin ich nun abschließend auf die Suche gegangen,
um den ganz besonderen Bildausschnitt zu finden.


Die Wirkung und auch die Aussage eines Bildes lassen sich mit
einem solchen Rahmen nochmals total verändern.
Es bereitet mir Freude das Bild sozusagen nochmals unter die Lupe zu nehmen.
Nun freue ich mich, dass meine Rundcollage mit
dem Tulpengedicht auf der Rückseite meine Schwiegermutter
erfreuen kann. Sie hat mir bei meinem Aprilstickrahmen sehr geholfen
und hat sich natürlich auch liebend gerne das Gedicht von Mina live angehört ;-).

Zu später Stunde verlinke ich nun ganz schnell meine Collage
bei den vielen anderen Frühlingsboten,
die bereits im Hauptverlag angekommen sind
und vielleicht kann ich mich ja ganz bald über ein 
wundervolles Kreativbuch freuen
(von Sarah Hamilton´s Engel inspiriert habe ich im Advent 
einen ganzen Engelstoffpostkartenadventskalender als Blaudruck gestaltet).

Frühlingsgrüße
sendet Euch

Karin








Montag, 30. April 2018

Kacheln im Aprilstickrahmen

ergeben ein neues Heim für Wachsbienen ;-).


Mit unserem Aprilstickrahmenthema: Kacheln hatte ich ein wenig zu kämpfen. Was sollte ich daraus gestalten und vor allem wie kann ich das umsetzen? Wenn ich an Kacheln denke, dann denke ich automatisch an einen Fliesenspiegel in der Küche oder die Kacheln im Bad. Von unseren Badkacheln hätte ich auch noch genügend übrig, um sie in einem Stickrahmen einzubauen .... mmmh .... aber, irgendwie war das doch nicht das richtige. Eigentlich wäre es doch cool, wenn ich mit dem Thema spiele und eine neue Aussage erreichen könnte. Während eines Stoffkartentausches habe ich schon einmal Wabenmuster mit Hexies genäht.



Das wäre doch was .... genau ... ich nähe Hexies und setze sie nicht auf die normale Art und Weise zusammen, sondern lasse den Untergrund als Wabenstruktur stehen, sodass das charakteristische Verlegen einer Kachel mit einer Fuge zum Ausdruck kommt.


Ein großer Dank geht dabei an meine Schwiegermutter, die mir sowohl verschiedene Reststoffe zur Verfügung gestellt als auch beim Formen der Hexies geholfen hat. Ohne sie hätte ich es vermutlich nicht geschafft, dass mein Stickrahmen pünktlich fertig wird. (Aber ihr kennt das ja schon, dass ich immer bis zur letzten Minute meine Ideen kreiere ;-)). Auf dem dunkelbraunen Jeansuntergrund kommen die verschiedenen hellgelbbraunen Hexies richtig gut zur Geltung.


Als ich mein fertiges Werk betrachtete (übrigens hat es auch wieder einige Zeit in Anspruch genommen die Hexies zu verteilen und aufzunähen), wollte ich eigentlich meine Kacheln oder Waben mit durchsichtigem Wachs (Encaustic) überbügeln. Zum Glück habe ich auf einem Reststück mein Vorhaben erst einmal ausprobiert, denn mit dem Ergebnis war ich so ganz und gar nicht zufrieden. Aber irgendwie fehlt dennoch etwas. In meinem Nähzimmer habe ich dann die goldgelbglänzenden Perlen gefunden und hinzugefügt. 


Außerdem sind mir beim Aufräumen drei kleine Bienchen, die an kleinen Wachskerzen angesteckt waren, in die Hände gefallen. 


Die passen doch ausgezeichnet hinzu und können über meine Kachelwand bzw. über die Waben flirren. Dabei führen sie natürlich ihren typischen Bienentanz auf, dass sie in unmittelbarer Nähe herrlich duftende Löwenzahnblüten entdeckt haben ;-)))).


Dass mein Stickrahmen am Ende des Monats dann noch so aktuell sein würde, hätte ich nicht gedacht. In den Nachrichten kann man seit letzter Woche zahlreiche Berichte verfolgen: EU will Einsatz von bienenschädlichen Insektiziden im Freien verbieten.


Bienen sind ganz besondere Wesen und deshalb habe ich heute Morgen meinen Schatz
mit einer ganz besonders süßen Art überrascht ;-))))!

Summende Grüße
sendet 

Karin


verlinkt mit Stickrahmenprojekt

Samstag, 31. März 2018

Märzstickrahmen: Außergewöhnliche Gegensätze,

die man nicht auf den ersten Blick erkennt ;-)))

Ich habe mich für zwei außergewöhnliche Gegensätze entschieden und Schuld daran ist Instagram ;-))). Schon zu Beginn des Monats habe ich mir Gedanken über unser neuestes Stickrahmenthema gemacht. Die Möglichkeiten zu Gegensätze sind ja sooooo vielfältig, dass sie eigentlich gar nicht in einen Rahmen passen. Und doch muss man sich entscheiden und ich habe diese beiden Begriffe gesehen und mich in sie verliebt. Bevor ich sie jedoch bekannt gebe, sollt ihr selbst einmal versuchen, ob ihr sie erratet ;-)). Ich weiß, es ist ganz schön schwierig.


Mein erster Begriff hat ganz viel mit Wolle zu tun. Aus diesem Grunde habe ich ganz viele farbige Bommel mit der Gabel gestaltet. Im Netz findet ihr dazu viele Videos und das "Bommelmachen" habe ich abends am Fernseher sehr gut nebenbei machen können. Von Hand habe ich sie im Halbkreis auf meinen schwarzen Jeansuntergrund genäht, sodass sie eine harmonische Einheit ergeben. Ich habe mich für drei bunte Farben entschieden, um den Kontrast zu dem unteren Teil des Märzstickrahmens herauszuheben.


Mein zweiter Begriff hängt an einer Wäscheleine ;-))). Das gestrickte Wäschestück stammt übrigens noch von der Uroma. Sie hat es meiner Tochter samt einer liebevollen selbstgestrickten Puppe vor einigen Jahren geschenkt. Nun darf das helle Wäschestück als Kontrast zu der bunten "Bommellandschaft" meinen neuen Märzstickrahmen schmücken. Na, kommt ihr schon auf meine beiden "Gegensatzbegriffe"?


Bevor ich euch weitere Hinweise gebe, muss ich noch ein zweites süßes Wäschestück an die Leine hängen, denn Mina hat dies für ihre Barbiepuppe selbst genäht. Es passt einfach auch soooo perfekt zu dem Märzstickrahmen, dass ich euch das unbedingt noch zeigen muss (auch wenn nun etwas mehr Farbe in das Wäschestück kommt ;-))).


Ganz ohne Versteck geht es in meinen Stickrahmen natürlich nicht.
Wie bei den meisten Rahmen, so habe ich auch hier das Hosenbein einer Jeans so verwendet,
dass man zwischen die Bommel und der Wäscheleine etwas verstecken kann ;-))).
In meinem Fall habe ich die beiden Gegensatzbegriffe in der Tasche versteckt .....
Bevor ich sie bekannt gebe,
schauen wir uns doch noch schnell den Märzstickrahmen
von meiner Partnerin Mareike an.
Sie zeigt uns heute sogar zwei außergewöhnliche Märzrahmen,
denn die liebe Seni (leider ohne Blog)
hat sich auch an eine super geniale Umsetzung gewagt.
Wer von euch also Lust hat auch bei unserem Jahresprojekt mitzumachen,
dann nur zu, wir freuen uns riesig über neue Ideen, Umsetzungen 
und vielfältige Stickrahmenlösungen.


So kann unsere gemeinsame Pinnwand immer weiter wachsen.

Gegensätzliche Stickrahmengrüße
sendet Euch
zum Märzabschluss

Karin