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Montag, 2. Oktober 2017

Seerosen im neuen Stickrahmen

nach dem Vorbild des Künstlers Monet 

Was lange währt - wird endlich gut. Ich glaube dieses bekannte Sprichwort trifft auf meinen neuen Stickrahmen wirklich gut zu, denn mein neues Werk ist tatsächlich mein Augustrahmen. Da wir im August mit der Familie viel unterwegs und den Sommer so richtig genossen haben, ist mein Stickrahmenjahresprojekt ein wenig liegen geblieben. Allerdings habe ich mir in den Ferien ein witziges Schmuckstück aus dem Mini Poshi Rahmen, den mir Mareike im letzten Jahr geschenkt hatte, ausgearbeitet. So haben Mareike und ich einfach einen Monatstausch beschlossen ;-))). Mein Septemberrahmen gab es also pünktlich zu Beginn des letzten Monats und mein Augustrahmen kommt stattdessen erst jetzt. Der gute Wille, dass ich es pünktlich zum Ende des Monats schaffe, war wirklich da. Aber ich bin für eine kranke Freundin eingesprungen und mit meiner lieben Nähfreundin Nadelfee zu einem unglaublich genialen Konzert von Lars Redlich gefahren. Da ist mein Stickrahmen und vor allem der Text dazu dann doch leider wieder liegen geblieben. Aber der Abend war einfach super klasse und wieder so voller Eindrücke, dass ich neue Ideen für ein nächstes Stickrahmenjahresprojekt habe. Bin gespannt, was Mareike dazu sagen wird ;-))).


Mareike hat es mir mit ihren Augustbegriffen: Reißverschluss, Löcher, gewunden wirklich schwer gemacht. Ich habe mir den Kopf zerbrochen und Skizzen angefertigt: von gruseligen Monstern mit verzerrten Reißverschlussmündern (ähnlich meinem ersten genähten Monster hier auf dem Blog) zu unbekannten Insekten, die sich verpuppen über Spardosen als Geburtstagsgeschenk für meine Jungs bis hin zu  ....



ja, bis hin zu einem Künstler, den ich schon letztes Jahr in den Fokus meiner Stickrahmenreihe stellen wollte. Wer meinen Blog schon länger verfolgt, der weiß, dass ich im letzten Jahr verschiedene Künstler nachgearbeitet habe, um einerseits den Künstler genauer kennen zu lernen und andererseits seine Ideen (teilweise auch die Techniken) nachzuspüren. So nebenbei entsteht neben unserer außergewöhnlichen Stickrahmenwohnzimmerwand auch ein Anschauungsmodell für meine kreativen KunstAGStunden in der Grundschule ;-).
Monets Vorliebe für Gärten und vor allem seine Seerosenbilder sind weltweit bekannt. Er fasziniert damit unglaublich viele Altersstufen und vor allem mich ;-)). Bis fast zum Ende des Monats wusste ich nicht, dass mein neuer Stickrahmen sich genau diesem Thema widmen wird, so sehr habe ich gegrübelt. Doch nun kann ich euch stolz meinen Augustrahmen präsentieren:


Begonnen hat alles mit einem Stück Jeans und etwas Spitze, die ich von meiner Mutter geschenkt bekommen habe. Oft schneide ich das Hosenbein so zurecht, dass eine Naht sichtbar bleibt. Zu Beginn hatte ich bereits die Idee, dass ich diese Naht auftrennen und einen Reißverschluss einsetzen könnte. Ohne genau zu wissen, wie der Stickrahmen zum Schluss aussehen wird, habe ich mich anfangs treiben lassen. Die zurechtgeschnittene Jeans sowie Mamas Spitze lagen aufeinander und ich habe sie mit dem permanent Spray von Edding, die eigentlich mein Sohn zum Geburtstag geschenkt bekommen hat, in den Farben Petrol und Mint eingesprüht.


Ich finde es super spannend, wenn man eigentlich noch nicht so genau weiß, was da eigentlich entsteht. Doch die beiden Materialien haben mich sofort an Wasser erinnert. Daraus lässt sich doch vielleicht ein Teich gestalten. Mmmh, wenn man dann den Reißverschluss öffnen könnte, da könnte man sozusagen unter die Wasseroberfläche schauen ....


Was gibt es dort zu entdecken? Fische, Muscheln, Perlen .... Ideen gibt es da reichlich. Ein Blick in die Stoffe, die ich mit Gelantinedruck auf der TextilArt in Berlin bedruckt habe, und ich fand sofort ein passendes Stöffchen .... eigentlich nur ein Abdruck von Farbresten der Gelantineplatte meiner Freundin Carmen (roetsch). Bevor sie ihre Platte säuberte, habe ich noch schnell diesen abstrakten Stoffabdruck abgerieben (die Farbe ist doch viel zu schade zum Wegwischen ;-)))


Erkennt ihr auch die Fische (ziellos aufgetragene Farbe) und die Blubberblasen (mit Gummiringen erzeugt) im Stoff? Das ist doch der perfekte Hintergrundstoff für meinen See. Genial wäre dann noch ein zusätzlicher Müllerinnenfisch .... mmmh, da habe ich doch bestimmt einen in meiner Kartensammlung .... ja genau, aus dem Postkartenjahr 2014 von Michaela, die Karte Nr. 266 (hier könnt ihr noch mal Michaelas gesamte Jahrespostkartensammlung sehen). 


Bevor in dem Löcherteich jedoch die Seerosen erblühen, muss nach Monets Vorbild unbedingt noch das Glitzern der Wasseroberfläche nachgearbeitet werden. Zum Glück hat mich meine Freundin Nadelfee eingeladen, um mit ihr zusammen die Trauerweidenstränge aus Filz zu gestalten. Als die einzelnen Filzstränge aus unterschiedlichen Grün- und Blautönen in der Sonne trockneten, gestaltete ich aus weißen Gardienenreststücken und Filzwolle die Wasseroberfläche.


Gemeinsam macht das Filzen so viel Freude, sodass ich gar nicht mehr aufhören konnte und die Zeit viel zu schnell verging. Die Idee noch einige blaue Streifen aufzufilzen und durch die Spitze zu fädeln, hatte meine Freundin. Mit einer kleinen Nähhilfe (Zange) konnte ich die Filzwolle sehr gut in der Spitze verweben und später dann mit der Nadel auffilzen.


Mit diesem Teich als Grundlage war ich nun sehr zufrieden.


Nachdem die gefilzten Trauerweidenstränge festgesteckt waren,
habe ich sie mit der Nähmaschine angenäht.


Mit dem Nähen der Reißverschlussröschen und der Seerosenblätter
 begann die eigentliche Arbeit ;-))).
Ich gebe zu, dass ich diese Handarbeit völlig unterschätzt habe
und sogar die letzten Seerosenblätter noch vor dem Konzert fertig gestaltete ;-))).


Und das Aufnähen auf den Stickrahmen hat mich dann 
noch einmal einen ganzen Nachmittag beansprucht ;-))).
Teilweise haben die Seerosenblätter noch eine typische Struktur mit Nähmalerei bekommen.


Mit dem Ergebnis bin ich nun sehr zufrieden.
Auch mein Mann und meine Kinder meinen,
dass das einer meiner besten Stickrahmen geworden ist.


Nicht zuletzt, wegen der Möglichkeit den Teich zu öffnen ;-)))


Und was kann man neben dem Fisch noch in diesem Teich angeln?
Ihr habt es bestimmt schon entdeckt, oder?
Kunst ist bekanntlich wertvoll
und mein Auguststickrahmen ganz besonders ;-))).
Fehlt nur noch der nötige Sponsor, der mir diesen Rahmen
so prall füllt, damit ich auch noch in den nächsten Jahren
alle meine Ideen umsetzten kann ;-))).
Ich hoffe, ihr mögt diesen Rahmen auch,
dann freue ich mich riesig über eure Kommentare.

Gewundene Seeröschengrüße
aus dem Fischteich

sendet Euch

Karin

verlinkt mit Mount Denim Ade, Stoffresteverwertung, 















Sonntag, 9. Juli 2017

Es ist aufgetischt - feiner Spargel

im Junistickrahmen!

Als ich Ende Mai die neuen drei Begriffe von Mareike für unser Stickrahmenjahresprojekt las, war ich sehr zufrieden. "Papier - Mixed Media - Gradlinigkeit" hatte sie ausgewählt und mir auch schon sehr früh geschrieben, dass ihr Stickrahmen schon fertig ist. Ich hatte im Juni und auch diese Woche sooo viele Termine, das könnt ihr euch nicht vorstellen. Mit drei Kindern an drei verschiedenen Schulen, bedeutet das auch viele unterschiedliche Vorstellungen. Ein Sommerfest, insgesamt drei verschiedene Konzerte meines Sohnes mit seiner Musikklasse, ein Kinderräubermusical in der Grundschule, ein Luthermusical, eine Kulturnacht, verschiedene Klassenausflüge (wo auch zum Teil die Kinder abgeholt oder zumindest zur Bahn gefahren werden mussten) und ganz nebenbei noch die vielen Klassenarbeiten und Abgabetermine. Aber, es ist ja fast alles geschafft, deshalb will ich nicht klagen. Die Kinder und die Eltern haben sich die Sommerferien wirklich verdient ;-))). Und so komme ich nun auch endlich dazu über meinen Stickrahmen: "Tischlein deck dich" zu berichten:


Am meisten gegrübelt habe ich über den Begriff Gradlinigkeit. Ich muss gestehen, er hat mir einige schlaflose Nächte bereitet. Auf dem Blog von Ulrike (Ulkau) entdeckte ich zu Beginn des letzten Monats die Idee aus Spargelstreifen Papier herzustellen. Sie verweist auf die Anleitung von Karin (fadenspielundfingerwerk). Das musste ich unbedingt ausprobieren, denn ich hatte gerade grünen Spargel für unsere Familie gekauft. Nachdem die einzelnen Spargelstreifen ca. 10 Minuten kochten, legte ich die einzelnen Streifen schachbrettartig auf einem Küchenpapier zusammen. 


Dann ließ ich sie trocknen. Mein Mann machte mich nach einiger Zeit darauf aufmerksam, dass sich die Blätter schon einrollen würden. Wenn ich nicht zügig den Spargel pressen würde, müsse ich wohl alles wegschmeißen. Im übrigen hat er mich sogar für verrückt erklärt, denn der Spargelgeruch hatte sich im ganzen Haus verteilt. (Ähm, das Problem war, dass ich meine gekochten Streifen noch aufbewahrt hatte. Schließlich kann man ja nie wissen, ob ich eventuell noch mehr Papier herstellen möchte ;-))). Aber am nächsten Tag konnte man nichts mehr mit der zusammenhängenden Masse anfangen. Während der nächsten Trocknungstage habe ich das Papier mehrmals gewendet und unter Druck gut austrocknen lassen. 


Voila, das Papier ist fertig - zwar mit Löchern und einigen Unebenheiten,
dafür aber nun geruchlos ;-))) und zum kreativen Verarbeiten geeignet ;-))). 

Ich liebe Spargelgerichte ;-))). Zusätzlich erinnert mich die leckere Mai-Juni-Speise auch an meine Kunstabschlussprüfung an der Uni. Wer das Stickrahmenprojekt von Mareike und mir fleißig verfolgt, der weiß, dass ich gerne einen persönlichen Bezug zu meinen Stickrahmenthemen herstelle. Dieses Mal, habe ich das Spargelbild von Manet direkt vor Augen. In meiner Kunstabschlussprüfung zog mein Professor aus einem gefühlt 500 Stück großen Stapel an Kunstpostkarten ca. 10 bis 15 Karten heraus, die der Prüfling dann einer Kunstepoche sowie einem Künstler zuordnen musste. Eine bessere Note erreichte man, wenn man zusätzlich noch etwas zum Inhalt des Bildes oder gar eine Anekdote dazu erzählen konnte. Das Spargelbild war eine Kunstpostkarte in meiner Prüfung. 
In dem Junistickrahmen soll nun der Spargel im Mittelpunkt stehen. Das Spargelpapier erinnert an die grünen Blätter in Manets Bild

Die einzelnen Spargelstangen habe ich nass gefilzt  


und die Akzente mit dem "Trockenfilzen" einer Nadel gesetzt.


Mit einer verformten Gabel kann ich die Spargelstangen,
die mit zwei roten Gummiringen zusammengehalten werden, gut auftischen ;-))). 


Zum Schluss habe ich noch eine passende rotweißkarierte Tischdecke aus meiner Stoffrestekiste als Untergrund für meinen Stickrahmen gewählt. Die Gabel mit dem Spargelpaket kann ich nach Belieben abnehmen. Denn meine Tochter Mina hat eigene Ideen, um den Tisch hübsch zu decken und mit meinem Junistickrahmen zu spielen ;-))).



Leider ist die Spargelzeit schon längst vorüber, 
aber die Freude auf das nächste Spargeljahr
bleibt mit dem Wandbild immer vor Augen ;-))).


Und mit welcher Lieblingsspeise würdet ihr meinen Junitisch decken? Schaut euch unbedingt auch die Juniausführung von Mareike an. Sie hat auch ganz wunderbar mit Papier gewebt. Es ist doch immer wieder erstaunlich zu welchen Ideen uns die drei Begriffe verleiten. Wer Lust hat in unser Jahresprojekt mit einzusteigen, ist ganz herzlich willkommen. Der Einstieg ist jederzeit möglich. Am Ende des Jahres haben wir 12 unterschiedliche Stickrahmen, die unsere Wand schmücken.


Ach ja und die neuen drei Begriffe, darf ich ja diesen Monat vorgeben ;-). 
Ich entscheide mich für: Rosa - stachelig - Jeans!

Feine Tischgrüße
(vor allem an alle Spargelliebhaber)
sendet

Karin

verlinkt mit Resteverwertung, Stickrahmenjahresprojekt

Freitag, 30. September 2016

Die Seele des Filz

Impressionen einer Filzausstellung

Die Ausstellung: "Die Seele des Filz" ist zwar nur noch bis zum 02.10. in Siegburg zu bestaunen, aber dennoch möchte ich sie euch heute gerne empfehlen.
Meine Freundin Nadelfee hat mich bereits im letzten Jahr
zu der Ausstellung "Passion Filz" mitgenommen und mich auch in diesem Jahr
wieder auf diese neue Filzausstellung aufmerksam gemacht.



Weil heute Freitag ist,
habe ich einige besonders schöne Filzfischausstellungsstücke zusammengestellt.


Natürlich sind mir die Details besonders wichtig.
Einfach grandios wie hier Perlen, Spitze und Filz kombiniert werden.

 
Einzigartige und umwerfende Farben gibt es zu entdecken, 
die mich inspirieren und mich nicht nur zum Filzen annimieren ;-)))).


Diese Qualle finde ich einfach nur unfassbar genial.


Auf einem Wandteppich mit unzähligen kleinen Filzbildern,
habe ich zwei Fischbilder für euch herausgesucht.


Ein besonderes Highlight ist auch dieses Wandbild.
Gerade die unterschiedlichen Strukturen, die Löcher und die Algen, 
die eingenähten Steine, das Gestickte
und natürlich die Schuppenstruktur
sind sooo besondere und wunderschöne Details .... ach ;-)).
Ich könnte euch noch sooo viele Bilder zeigen,
denn neben diesen Fischwerken, gibt es unglaublich schöne Kleidungsstücke,
Hüte, Schuhe und Handtaschen, Figuren und Fantasiewesen, 
ungewöhnliche Kissen und vieles andere mehr zu bewundern.
Also ich war bereits im letzten Jahr restlos begeistert, 
und auch in diesem Jahr bin ich glücklich
diese einzigartigen Filzwerke bewundern zu können.
Vielen Dank, liebe Marina, dass du mich wieder mitgenommen
und mir sogar deine Kamera ausgeliehen hast.
Nur so hatte ich die Möglichkeit einige Fotos von der "Seele des Filz" zu machen.
Im nächsten Jahr begleite ich dich liebend gerne wieder.

Seelige Filzfischgrüße
schickt Euch

Karin

verlinkt mit Fisch am Freitag,



Samstag, 6. August 2016

Gefilzter Hundertwasser als Julistickrahmen

... aller guten Dinge sind Drei ;-))


Nachdem ihr nun schon hier und hier einen Teaser zu meinem Julistickrahmen gesehen habt, folgt nun endlich mein fertiges Werk sowie die Auflösung des Künstlerrätsels:
Im Mittelpunkt steht der Künstler Friedrich Stowasser besser bekannt unter seinem Künstlernamen: Hundertwasser Friedensreich Regentag Dunkelbunt.
Da hat Ghislana (jahreszeitenbriefe) mit ihrem Tipp genau richtig gelegen ;-)). Super.


In der letzten Woche habe ich ganz fleißig an dem Hundertwasserstickrahmen gearbeitet. 
Und trotz der wunderbaren Filzmaschine, 


die mir meine Freundin Nadelfee geliehen hatte,
habe ich doch wieder zahlreiche Stunden daran gesessen,
um den Hintergrund,


 die violetten Details 


sowie die unzähligen feinen dunkelgrünen Linien von Hand 
an- bzw aufzufilzen.


Die Idee zu diesem Stickrahmen entwickelte sich ganz spontan letzte Woche als ich an der KidsArtWeek von Carla Sonheim teilnahm. Angeregt durch das Hundertwasserbild, habe ich mein Hundertwasserbuch aus dem Bücherschrank hervorgeholt



und beim Durchblättern bin ich an dem Bild: "Ligurische Sonne" aus dem Jahr 1958 hängengeblieben. Diese Spirale, ein immer wiederkehrendes Symbol in den Werken Hundertwassers, wäre doch etwas für meine Stickrahmenreihe und der Künstler Hundertwasser sowieso. So habe ich meine ursprünglichen Julistickrahmenpläne nochmals komplett verworfen. Als ich meinen ersten Teaser gezeigt habe, habt ihr ja mehrmals bereits auf einen Sonnenuntergang getippt. Das war also genau richtig.


Über den Sonnenuntergang habe ich die Spirale aus hellgrünem Wollfilz nachgearbeitet und aufgelegt. Das besondere daran: Wir waren mit der Familie schwimmen und während ich die Spirale in mühevoller Kleinstarbeit mit einer feinen Nagelschere ausgeschnitten habe, konnte ich den Kindern im Wasser zuhören und so gleich auf doppelte Weise eine Verbindung zu Hundertwasser schaffen ;-)). 


Hundertwasser liebte Spiralen, weil sie keine geraden Linien beinhalten. Sie stellen für ihn das Leben und den Tod gleichsam dar. Auch seine Farbwahl war etwas ganz Besonderes. Er liebte leuchtende Farben und um diese Leuchtkraft zu verstärken, umrandete er sie mit schwarzen oder auch dunkleren Farben. Diese hervorgehobende, glänzende Farbwirkung kann man auch ganz deutlich an der Stickrahmenspirale erkennen.


Als prachtvollen Höhepunkt setzt Hundertwasser gerne Gold- oder Silberelemente (mit Metallfolie) ins Bild. Aus Kunstleder habe ich die silbernen Elemente der "Ligurischen Sonne" nachgearbeitet. Aufgrund der innenliegenden Magnete können sie auf der Bildfläche nach Belieben verstezt werden. 


So kann der Stickrahmen natürlich auch Lächeln ;-)).

Was mir an dem Künstler noch ganz besonders wichtig ist, er hat nicht nur die Malerei auf eine ganz besondere Weise geprägt, sondern ihm war der Umgang mit der Natur und der Umwelt sehr wichtig. So hat er beispielsweise aus Müll und alten Blechdosen neue Kunstwerke geschaffen. Zudem hat er keine Farbe verschwendet, sondern an mehreren Leinwänden gleichzeitig gearbeitet. Während eine Leinwand sozusagen das aktuelle Bild war, hat er nebenher zwei andere Leinwände als "Mallappen" verwendet, um überschüssige Farbe darauf abzustreifen und damit gleichzeitig einen neuen Untergrund zu schaffen. Diese Philosophie liegt auch mir sehr am Herzen: Ich benutze gerne alte Jeans(hosen)reste, die normalerweise im Müll landen würde, um daraus neue Kunstwerke zu schaffen. Bei diesem Stickrahmen habe ich zwar statt der typischen Jeans einen Jutesack aus dem Kreativsommerpaket von Solveig wiederverwertet, aber das lag an der Bemerkung meiner Freundin. Als sie den PEMA-Sack sah, meinte sie, dass man darauf sehr gut filzen könne. Statt der Nutzung von neuer Wolle konnte ich auch gelbe, violette, braune und dunkelgrüne Filzreste meiner Freundin verarbeiten. Auch die silbernen Kunstlederreste stammen aus meiner Restekiste. Natürlich könnte man über Hundertwasser noch so viel mehr berichten, aber nun bin ich gespannt, ob Euch mein neuer Stickrahmen gefällt. Auch Mareike hat einen ganz wunderbaren Julistickrahmen gezaubert. Am besten schaut ihr auch bei ihr vorbei. Und wenn ihr noch Lust und Zeit habt, dann könnt ihr auf unserer gemeinsamen Stickrahmenseite natürlich noch viele weitere Ideen bewundern. Unser Jahresprojekt geht weiter und es sind schon sehr viele außergewöhnliche Beispiele zusammengekommen. Wir hoffen, dass wir euch damit inspirieren können.

Leuchtende Sonnenunterganggrüße
sendet

Karin

Mittwoch, 3. August 2016

Julistickrahmen

Mein 2. Teaser


Wie ihr seht, bin ich immer noch ganz fleißig an meinem Julistickrahmen ;-))).
Zum Glück hat mir heute meine Freundin Nadelfee ihre feine Filzmaschine mitgebracht.
Damit lässt sich mein ausgeschnittener Wollfilz ganz leicht und viel schneller auffilzen.
Na, habt ihr nun eine Idee, welchen Künstler ich in den Mittelpunkt meines Stickrahmens
stelle? Bisher habt ihr nach meinem ersten Teaser noch nicht richtig gelegen.

Kreisende Filzgrüße
sendet

Karin




Montag, 1. August 2016

Teaser

für meinen Julistickrahmen




Wir genießen im Moment mit der gesamten Familie die Sommerferien und deshalb bin ich leider schon wieder mit dem Stickrahmenjahresprojekt im Rückstand. Während Mareike schon letzte Woche einen wundervollen Julistickrahmen gezeigt hat, den müsst ihr euch unbedingt mal anschauen, ist mein Stickrahmen noch im Grundstadium. Morgen möchte ich aber fleißig daran weiterarbeiten. Versprochen! Vielleicht habt ihr ja schon eine Idee, welchen Künstler ich mit dieser gefilzten Version in den Mittelpunkt stellen möchte.

Montagsgrüße
sendet Euch

Karin



Dienstag, 8. März 2016

Porträt eines Prinzenpaares

als Februarstickrahmen: "Dr´ Zoch kütt!"


Wie jetzt, im März einen karnevalistischen Stickrahmen zu zeigen, was ist denn jetzt los? Ihr lest richtig, denn das Motto meines Stickrahmens: "Dr´ Zoch kütt!" passt genau. Durch den heftigen Sturm am Rosenmontag ist in Düsseldorf der traditionelle Karnevalsumzug abgesagt und auf nächsten Sonntag, den 13.03.2016 verschoben worden. Also, wer noch nicht genug Karneval gefeiert hat, der sollte noch mal alle Kostüme herauskramen und nach Düsseldorf fahren. Um 11.30 Uhr geht es dort am Sonntag los.
Meine Idee zum Februarstickrahmen hat lange gereift und ich muss sagen, nachdem ich die ersten wilden Ideen von wegwehenden Regenschirmen, einer Sammlung von typischen karnevalistischen Ausrufen (natürlich magnetisch oder aber als Drahtwörter, die mit Jeansresten umhäkelt sind.... aber es gibt eine solch lange Liste mit Narrenrufen, dass ein Stickrahmen damit völlig den Rahmen sprengen würde) über die Gestaltung von verschiedensten Süßigkeiten wieder verworfen habe, bin ich letztlich bei der Gestaltung eines Prinzenpaarporträts gelandet.


Abgebildet habe ich ein Hennefer Prinzenpaar. Vielleicht erkennen ja meine Hennefer Leser die beiden und wer mir in einem Kommentar als Erstes mitteilt, wann das Paar in Hennef "regiert" hat, erhält eine kleine Frühlingsüberraschung von mir. Zumindest haben die beiden es geschafft, dass ganz Hennef Kopf steht ;-))).


Nun aber zu den Details: Die Kostüme der beiden sind sozusagen selbst entworfen (das war gar nicht so einfach). Natürlich stammen die Stoffe dazu aus meinen Restekisten. Besonders geeignet sind die goldenen Kunstlederreste, die ich in besonders dünne Streifen schneiden und mit Glitzergarn aufnähen konnte. Mit einem hübschen Zierstich an den Ärmel der Prinzessin, erhält ihr Kostüm einen ganz besonderen Glanz. Verstärkt wird natürlich dieser Eindruck durch die Herausarbeitung der Puffärmel in 3D. Diese musste ich mühevoll von Hand annähen, aber ich finde, dass sich diese Arbeit sehr gelohnt hat. Hinter der Prinzessin steht halb verdeckt der Prinz. Sein Kostüm habe ich vorwiegend mit einem Stück weißen Kunstleder aus der Schnipselrestekiste kombiniert mit rotem Samtstoff herausgearbeitet. Besonders gefällt mir der typische karnevalistische Stehkragen der beiden aus dem weißen Kunstleder.


Wer mich kennt, der weiß bereits, dass ich die Details liebe. So habe ich mir viel Mühe für das "Nähmalen" der Gesichter gegeben (auch wenn ich damit nicht so zufrieden bin). Auch eine Halskette und die Krone der Prinzessin sowie der Prinzenhut durften nicht fehlen. Da mir die Frisur des Prinzen gelungen ist, wollte ich sie nicht mit dem Hut verdecken. Zudem finde ich es auch großartig, wenn man den Prinzenhut abnehmen kann. So ist es kaum verwunderlich, dass ich auf der Rückseite ein kleines Metallplättchen und hinter dem Stickrahmen einen kleinen Magneten angebracht habe. Die Karnevalsmütze besteht aus einem Stück Wollfilz, aufgebügelter Plotterfolie, goldenen Kunstlederwedeln und genähmalten Verziehrungen.


Die hübschen Filzbonbons im Bild sind übrigens ein Geschenk meiner Freundin Marina (nadelfee). Sie finden schnell in der unteren Jeanstasche Platz, um bei Bedarf an die jubelnde Menge verteilt werden zu können ;-))). Die im Hintergrund mit einer Perle aufgenähten Pailletten sollen einen Konfettiregen darstellen. Und die Seitennaht der im Hintergrund verwendeten Kinderjeans passt perfekt als imaginäre Wagenlinie, d.h. dass das Prinzenpaar auf einem Karnevalswagen steht und gerade wieder in die Kiste mit Süßigkeiten hineingreift ... ;-))).


Na, da kann der Zoch ja losgehen.
Aber ich bin am Wochenende nicht in Düsseldorf.
Mich findet man eher auf der neuen Kreativmesse in Bonn.
Allen Narren rufe ich
ein kräftiges
Düsseldorf Alaaf zu
und schicke meinen Februarstickrahmen (etwas verspätet)
Dort tummeln sich schon viele kreative Beispiele 
von Mareike, Janka und mir.
Gerne dürft ihr jederzeit auch noch mitmachen.
Je mehr Ideen wir sammeln, desto schöner und individueller wird unsere Wand.
Natürlich schaue ich auch gerne mit dem Porträt beim CreaDienstag, bei HoT
bei den DienstagsDingen vorbei.

Karin