Montag, 23. Juni 2014

Das Wild im Marmeladenglas

Ein wunderschönes Kinderbuch mit Kreativumsetzungstipp



Ich habe euch ja schon erzählt, dass ich ab und zu ehrenamtlich in unserer Stadtbibliothek vorlese. Am Freitag habe ich das wunderschöne Buch: "Das Wild im Marmeladenglas" vorlesen dürfen. Schon wenn man den Titel liest, werden bei vielen Kreativen die Ideen Purzelbaum schlagen. So ging es jedenfalls mir und ich war ganz gespannt, was sich hinter diesem tollen Kinderbuch verbirgt.



Die Geschichte ist so wunderbar: ein Mädchen fürchtet sich vor dem Gang durch ein Waldstück, denn dort, so glaubt Kira zumindest, versteckt sich das Wild. Und weil es sich sooooo fürchtet, beschließt Kira mit ihrem Vater lieber ins Büro zu fahren, obwohl es dort doch sooo langweilig ist. Kira kann nur mit einem Kuli Zeichnungen anfertigen. Sie malt das Wild und gibt das Bild am Abend dem Vater, damit dieser es in seiner Schreibtischschublade wegschließen kann. Der Vater sieht in dem Bild allerdings ein Marmeladenglas mit einem Rest Marmelade. Aber er schließt das Bild dennoch in seiner Schublade ein und Kira hat keine Angst mehr. Kira kann das Wild wieder herbeizaubern als sie von zwei Kindergartenfreunden ausgelacht wird. Die beiden Jungs haben zunächst genauso Angst vor dem Wild wie Kira. Als Kira erklärt, dass das Wild doch sehr umgänglich und sogar ein Spielfreund werden kann, entwickelt sich eine Freundschaft ....


Ängste können Kinder tatsächlich so beeinflussen und "lähmen", dass sie nicht mehr weiter wissen. Kira geht mit ihrer Angst sehr geschickt um und verschließt sie ganz sicher in der Schreibtischschublade des Vaters. Was für eine grandiose Idee. Und am Ende zeigt sich, dass die Kinder durch ihre Fantasie sogar mit dem "Wild" spielen können. 


Die Kinder im Kindertreff waren auch ganz begeistert von dem Buch und von der Idee ihre eigenen Ängste zu malen und sie in einem echten Marmeladenglas zu verschließen. Natürlich haben wir darüber gesprochen, vor was die Kinder denn so Angst haben: Spinnen, Dunkelheit, alleine sein..., aber dann durften die Kinder mit Strohhälmen Pustebilder anfertigen, diese mit reißenden Zackenzähnen und bösen Augen versehen und schnell ins Glas hinein verschließen. Eine Beschilderung, die ich vorher mit dem Computer angefertigt hatte, wurde aufgeklebt und wer noch Lust hatte, konnte auch den Deckel verzieren. Eine gelungene und wertvolle Kindertreffstunde war wieder vorüber und nicht nur die Kinder sind ein Stück gereift, denn alle Eltern bekamen am Ende ausführlich die Geschichte erzählt .....

Wilde Montagsmarmeladengrüße
sendet Euch

Karin

1 Kommentar:

  1. Manchmal sollte man genauer Hinschauen! Jetzt habe ich Deinen Pinguin auch entdeckt. Ganz schön versteckt :-) Habe gerade mal ein wenig bei Dir gestöbert. Die Idee mit dem Vorlesen gefällt mir nicht nur aus beruflicher Sicht ausgesprochen gut. Das Buch kannte ich noch gar nicht, obwohl der Verlag in meiner Stadt sitzt. Die Umsetzung mit dem Wild im Glas ist der absolute Hit!
    Ganz liebe Grüße,
    Sabine

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